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20 Projekte für den Nachmittag: Das Ganztagsangebot im Schulzentrum steht

Reiten und Robotik zählen zu den Rennern

Bad Pyrmont. Wer Birgit Jaskolla kennt, die quirlige Leiterin der Stadtbibliothek, weiß, wie begeisterungsfähig sie sein kann. Das sieht man auch den anwesenden Schulleitungen an, denn ihre Augen strahlen mit, als sie selbst eine lange Litanei eines umfangreichen Ganztagsangebotes präsentieren. Viel Bewährtes findet der Stöbernde wieder, über Streitschlichter, Theater- und Band-AGen, technischen Modellbau und spannende Experimente für Kinder aus Biologie und Chemie, wie es auszugsweise das Humboldt-Gymnasium listet.

veröffentlicht am 04.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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„Das breit gefächerte und pädagogisch abgestimmte Angebot hat sich gegenüber der Startphase qualitativ unheimlich verändert“, findet Herderschul-Leiter Hartwig Henke.

Die Mädchen und Jungen ab der 3. Klasse können aus einer Palette von 20 Projekten auswählen. „Klare Renner sind Zumba, Reiten, Töpfern, Robotik und Schwimmen“, ergänzt Henke und erläutert weiter, dass wieder zehn Kinder die Ausbildung zum Streitschlichter beginnen und somit soziale Kompetenzen vermittelt bekämen.

Ebenso sei wieder eine Musical-AG eingerichtet worden, in der junge Schauspieler die Bühne betreten können. Die Schulbühne sei vergleichbar mit der Bühne des Lebens, denn hier würden Fähigkeiten der Präsentation, stimmlicher Ausdruck, mimische Kommunikation und vieles mehr herausgebildet und trainiert, weiß Henke als einer der Organisatoren.

Auf diese Fähigkeiten zielt hintergründig auch das neue Bücherprojekt von Birgit Jaskolla, dass sie für die 5. bis 7. Klassen anbietet. „Mich hat der Satz eines jungen Mädchens beschäftigt, das zu mir sagte, beim Lesen eines Buches keine Bilder in den Kopf zu bekommen,“ berichtet sie. Daher habe sie sich entschlossen, wie schon bei den örtlichen Kitas, das Gemäuer der Stadtbibliothek zu verlassen und zu den Schulen zu gehen. „Alle 14 Tage donnerstags können die Kinder dann in der Villa Winkelmann erfahren, was man für spannende Sachen mit Büchern erleben kann,“ sagt sie und macht neugierig: „Wer Lust hat auf Book Slam, Bücher-Speed-Dating oder Book Casting, ist hier genau richtig.“

Und dann wirbelt Jaskolla los und erläutert so schnell, wie wahrscheinlich auch der Name Bücher-Speed-Dating verspricht, was hinter den Begriffen steckt. Und das ist nichts für Langeweile oder verstaubte Bücherregale – es sei denn, mit alten Büchern lassen sich die Schüler zu Buchkunst, Papierschmuck oder Bücher-Deko verleiten. Damit ist ihre Aufzählung jedoch noch nicht zu Ende, denn Karton-, Sand- oder Schattentheater aus einem Buch zu basteln und Geschichten selbst zu erzählen, lässt jede Menge Abwechslung erwarten.

Da ist es gut, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht mit hungrig knurrenden Magen in die Nachmittagsangebote gehen. „Wir sind so etwas von zufrieden mit dem neuen Mensa-Betrieb,“ klingt es übereinstimmend am Tisch. „Die Kinder dürsten richtig danach, etwas Ordentliches zu essen zu bekommen“, schildert der verantwortliche Küchenleiter Matthias Liehe seinen Eindruck. Bereits nach einer Woche Schulzeit habe es sich gut gefüllt. Dabei würden die Kinder das Salatbüfett geradezu stürmen. Das sei ja wie im Urlaub, hat Jaskolla ein Mädchen am Büfett sagen gehört. Und Henke erzählt, dass die Mensa-Beschäftigten Ulrike Linde, die Hauswirtschaftslehrerin an der Herderschule, mit ihren Schülern „in die Töpfe schauen lässt“ und sie so die Gelegenheit erhielten, von Profis Zubereitetes nachkochen zu können.

Die Nachmittagsbetreuung für Erst- und Zweitklässler, die keinen Hortplatz bekommen haben, kam bei dem Vorstellungstermin im Schulzentrum nicht nur Sprache.



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