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Rehasan übernimmt DAK-Klinik

Kölner Dienstleister wird neuer Betreiber / Bestandsgarantie für Mitarbeiter

veröffentlicht am 26.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Bad Pyrmont. Die DAK-Fachklinik „Haus Weserland“ in Bad Pyrmont wird zum 1. Januar 2014 von der Rehasan-Gruppe aus Köln übernommen. Die Immobilie selber bleibt auf Basis eines Erbpachtvertrages im Eigentum der Deutschen Angestellten-Krankenkasse. Das hat der Verwaltungsausschuss bei seiner Sitzung am Donnerstag in Hamburg laut DAK einstimmig beschlossen. Alle Mitarbeiter würden weiter beschäftigt.

„Im Grunde lässt sich gegen Rehasan als Betreiber nichts sagen“, kommentierte der Vorsitzende des Personalrates der Klinik, Alf Goldammer, gestern die Entscheidung. Grundsätzlich allerdings fehle seitens der DAK eine schlüssige Begründung. „Wirtschaftliche Zwänge gibt es für diesen Betreiberwechsel nicht.“ Die Kasse selber hatte ihre Entscheidung als unvermeidlich begründet, denn die DAK sei die einzige Krankenkasse in Deutschland, die noch Kliniken betreibe. Das sei ein Relikt aus den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals habe man Versorgungsengpässe vermeiden wollen, die es heute nicht mehr gebe.

Für ihn sei wichtig, dass es für die etwa 100-köpfige Belegschaft für mehrere Jahre eine Bestandsgarantie gebe, die auch betriebsbedingte Kündigungen ausschließe, so Goldammer. Die Rehasan-Gruppe erhalte zudem von der DAK eine zehnjährige Belegungsgarantie für Patienten. Und dem Vernehmen nach solle der Standort autark geführt werden, was der Personalrat natürlich begrüßen würde. Laut Goldammer hat sich die DAK auch verpflichtet, das Haus zurückzunehmen, sollte die Rehansan-Gruppe auf absehbare Zeit insolvent werden. Die mittelständische Rehasan-Gruppe, geleitet von den beiden Geschäftsführern Frank Roschewsky und Carl Lorenzen, ist ein privater Träger von Unternehmen, die sich auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert haben. Das reicht von Besitz, Beteiligung, Betrieb und Management medizinischer Einrichtungen bis hin zur Entwicklung moderner Gesundheitskonzepte. Aktuell betreibt die Gruppe Klinken in Köln, Amrum, aur Rügen, in Prerow, Zingst, Grömnitz mit zusammen etwa 600 Mitarbeitern. Zum neuen Jahr kommt auch die DAK-Klink „Haus Schwaben“ in Bad Mergentheim dazu.

Die Rehasan-Gruppe habe im Rahmen eines europaweiten Bieterverfahrens den Zuschlag erhalten, teilte DAK-Pressesprecher Frank Meiners gestern auf Anfrage mit. „Die Rehasan-Gruppe hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Rehabilitation. Damit wird das hohe Qualitätsniveau der Klinik erhalten und weiter ausgebaut.“

Dass das Haus Weserland als Reha-Klinik weiterbetrieben wird, begrüßte Kurdirektor Heinz-Hermann Blome. „Sie ist die einzige Klinik in Bad Pyrmont mit dem Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und produziert jährlich immerhin zwischen 50 000 und 60 000 Pflegetage“, machte er die medizinische und wirtschaftliche Bedeutung der Einrichtung am Vogelreichweg für Bad Pyrmont deutlich. „Das Staatsbad arbeitet seit vielen Jahren mit dem Haus gut und vertrauensvoll zusammen, und da nach meinem Kenntnisstand die leitenden Mitarbeiter der Klinik bleiben, wird sich an dieser Partnerschaft wohl auch nichts ändern.“ Dass sich die DAK als Betreiber verabschiede, sei dennoch bedauerlich. „Ein Kostenträger als Betreiber ist immer noch die stabilste Säule.“

Anfang September hatte der DAK-Vorstandsvorsitzende Horst Rebscher die Belegschaft in Bad Pyrmont über die Pläne informiert. „Für uns kommt es jetzt darauf an, die Eckpunkte nachzuverhandeln, was wir am 30. September mit der Rehasan-Gruppe für die Gewerkschaftsmitglieder tun werden.“



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