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Nach Protest wegen Jahreskarten-Abschaffung: Stadtwerke-Chef lädt Schwimmer ein

Reden hilft

Es bleibt dabei: Ab 2016 gibt es keine Jahreskarten mehr für das Erlebnisbad „Pyrmonter Welle“. Nur Schwimmer, deren Karten jetzt ablaufen, können noch neue kaufen. Aber ihr Groll ist weg, seit der Stadtwerke-Chef die Stammgäste zum Gespräch einlud. Außerdem gibt‘s auch künftig drei händische Sauna-Aufgüsse am Tag.

veröffentlicht am 15.12.2015 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Bad Pyrmont. Noch vor wenigen Monaten waren eine ganze Reihe von Stammgästen der „Pyrmonter Welle“ empört. Sie wollten sich nicht damit abfinden, dass nach dem Plan von Stadtwerke-Chef Uwe Benkendorff mit Abschaffung der Jahreskarten nur sie mehr Eintritt zahlen müssen im Hallen-Wellen- und Freibad der Kurstadt.

Doch der Groll hat sich gelegt. Denn jetzt lud Benkendorff eine Delegation der Stammgäste zum Gespräch ein. „Das war toll. Wir waren angenehm überrascht“, sagt Martina Kleinsorge, die mit drei anderen Jahreskarten-Haltern die Einladung zu den Stadtwerken annahm. „Herr Benkendorff hat sich viel Zeit für uns genommen. Sehr anständig.“

Die Schwimmer nutzten die Gelegenheit und übergaben dem Geschäftsführer der Wellen-Betreibergesellschaft eine Unterschriftenliste und einen Katalog mit Vorschlägen fürs Bad. „Wir hatten 250 Unterschriften“, sagt Kleinsorge.

Das Gespräch mit den Stammgästen hatte der Diplom-Ökonom Benkendorff gesucht, nachdem die geplante Abschaffung der Jahreskarten Proteste ausgelöst hatte (wir berichteten). Auch der Mann an der Spitze des städtischen Unternehmens spricht von einem „sehr konstruktiven, sehr guten Gespräch“. Große Versprechungen konnte er seinen Besuchern und den anderen Jahreskarten-Haltern zwar nicht machen. Denn das Ziel steht: Er will die Verluste eingrenzen, die das Bad einfährt. Denn die Eintrittsgelder gleichen nur einen kleinen Teil der Kosten für Energie und Personal aus. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat segnete Benkendorffs Spar-Projekt „Welle 2.0“ im September ab.

Der Abschied von den für die Vielschwimmer außerordentlich günstigen Jahreskarten ist Teil des Plans. Allerdings: Alle, deren Dauerticket noch in diesem Monat ausläuft, können sich auf Wunsch auch für 2016 noch eine Jahreskarte kaufen. „Und eventuell können wir ab 2017 noch einen Tarif für Leute mit schlanker Rente dazunehmen“, überlegt Benkendorff – vorausgesetzt, das sei „wirtschaftlich darstellbar“.

Die gleiche Vorgabe gilt für den Weg, den er aktuell suchen lässt, um die Riesenrutsche auch im Sommer nutzbar zu halten. Denn die Wendeltreppe steht in der Halle, die künftig den Sommer über geschlossen bleiben soll. „Wir prüfen jetzt, ob der Einbau einer zusätzlichen Tür möglich wäre“, sagt Benkendorff. Die Realisierungschance stehe und falle jedoch mit den Kosten: „Wenn wir von 100 000 Euro reden, wird das nichts. Wenn es um 20 000 Euro geht, dann ja.“

Allerdings will Benkendorff das Bad trotz Sparzwangs attraktiv halten, wie er betont. Deshalb ist er mittlerweile auch vom Ursprungsplan abgerückt, den Sauna-Aufguss ganz zu automatisieren. „Wir werden künftig doch dreimal täglich händisch aufgießen: vormittags, nachmittags und abends“, stellt er in Aussicht. Das erledigte das jeweils diensthabende Team.

Mit den Stammgästen der Welle will der Stadtwerke-Chef auch im Gespräch bleiben. „Wir werden den Dialog fortsetzen“, sagt er. Plangemäß soll es in etwa einem Jahr eine Umfrage geben. Mit der will Uwe Benkendorff die Erfahrungen und Vorschläge der Wellen-Besucher erkunden.



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