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Bananenbrot und Smoothies

Realschule erneut als Fairtrade-Schule ausgezeichnet

BAD PYRMONT. Die Urkunde war bereits überreicht, die zum Inhalt hatte, dass die seit 2016 bestehende Auszeichnung der Max-Born-Realschule als „Fairtrade-School“ um weitere zwei Jahre verlängert worden ist. „Das sind für uns keine Kosten, die mit dem Erwerb der Auszeichnung verbunden sind. Es erfordert allerdings Arbeitseinsatz und Engagement“, sagt Anita Lübbert, die verantwortliche Lehrkraft für den Einsatz der 10. Klassen, damit das Zertifikat der Schule erhalten bleibt.

veröffentlicht am 25.09.2018 um 17:14 Uhr

Schülerinnen der 10. Klassen stellen leckere Smoothies her. foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Seit 2012, so der stellvertretende Bürgermeister Udo Nacke, existiert in Bad Pyrmont eine lokale Steuerungsgruppe, die es erreichte, dass Bad Pyrmont seit März 2014 „Fairtrade Stadt“ ist. Diese Auszeichnung wurde mittlerweile bis 2020 verlängert.

Auch für die Schule bedeutet es, keinen geringen Aufwand zu betreiben. So sind fünf Kriterien zu erfüllen. Es muss jedes Jahr ein Schulteam gebildet werden, das sich dem Thema des fairen Handels annimmt. Die Schulleitung muss dem Vorhaben einen unterstützenden Kompass geben. Dazu gehört auch, dass mindestens zwei Produkte aus fairem Handel in der Schule angeboten werden. Zudem gehört das Thema in den Unterricht, und schließlich sind auch Aktionen in der Kommune zu planen und durchzuführen.

„All diese Voraussetzungen erfüllen wir jeweils in den 10. Klassen an unserer Schule mit Begeisterung, und das zahlt sich aus“, bestätigt auch die Schulleiterin Barbara Wendeln-Henke, die aktuelle Gelegenheit nutzend, um sich ausdrücklich bei ihrer verantwortlichen Lehrkraft zu bedanken, denn die 10. Klassen haben extra für diesen Tag in der Aula eine Ausstellung aufgebaut, um ihre Mitschüler den gesamten Vormittagsunterricht über Fairtrade und Klimawandel zu informieren.

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Schokobiscotti, Schokoerdnusscookies und Bananenbrot für Leckermäuler. foto: ti

Ich finde die intensive Arbeit der Schule einfach toll.

Zorah Birnbacher, Fairtrade Deutschland

Da geht es über die Frage: „Was ist Klimawandel?“ zu den Auswirkungen, Verursachern, zukünftige Szenarien zu der eigenen Nase, was jeder selbst tun kann. Das zeigen die Schüler auch an dem Beispiel des eigenen ökologischen Fußabdrucks, den jeder auf der Erde hinterlässt, indem er beispielsweise mehr Fleisch konsumiert, heimische Produkte verzehrt, Lebensmittel wegwirft, wie der eigene Fuhrpark aussieht und wie häufig dieser benutzt wird oder wie viel Abfall pro Woche produziert wird. „Einer der Schüler kam mit eineinhalb Erden aus, ein anderer mit elf!“ war eine Aussage zum festgestellten Verhalten.

Was Fairtrade auch mit Klimawandel zu tun hat, darüber referiert kurzweilig Zorah Birnbacher von Fairtrade Deutschland. Sie schlägt den Bogen über eine sterbende Industrie (Braunkohleabbau) und dem geplanten Abholzen eines lebenden Waldes (Hambacher Forst) bis hin zu den Bauern in der Dritten Welt oder den Inseln, deren Böden durch ansteigendes Meerwasser versalzen und für den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten unbrauchbar werden.

Information

Rezept für ein faires Bananenbrot

Für eine Kastenform von 35 Zentimeter Länge und 10 Zentimeter Höhe (zirka 20 Scheiben):

2 Eier mit 250 g *Rohrzucker und 3 g *Meersalz schaumig rühren.

Extra: 400 g *Bananen geschält, pürieren (von zirka 580 g ungeschälten Bananen), 130 g flüssige Butter dazu.

Extra: 330 g Weizenmehl sieben, mit 12 g Backpulver, 2 g *Zimt, 2 g Ingwerpulver und

70 g *Walnüssen trocken vermischen. Nun die Bananen-/ Buttermischung in die Eier-/ Zuckermischung rühren und die Mehlmischung vorsichtig unterheben. In die Form füllen und im vorgeheizten Backofen bei 170˚ C (Ober- und Unterhitze) zirka 60 Minuten backen. Am besten noch warm servieren!

Alle *Zutaten sind aus fairem Handel erhältlich.

Auch unterschiedliche Label, die auf fair produzierte Waren oder den Handel damit hinweisen wollen, sind Birnbachers Thema. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit und Überprüfbarkeit und so manches Mal wirke es eher verwirrend. Doch entscheidend sei dabei auch, insgesamt diese andere Lebensform präsenter in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. So sagt auch Lübbert, dass der Aspekt ebenfalls im Unterricht eine Rolle spiele, sich mit anderen Labels und Berichten oder auch Studien darüber auseinander zu setzen.

Zur Belohnung und als Anreiz haben die Schüler dann für ihre Besucher neben selbst hergestellten köstlichen Smoothies auch Gebäck von Dirk Schneidewind im Angebot. Der ortsansässige Konditor unterstützt schulische Aktionen schon einige Zeit. Zudem bietet er in seinem Café mit fair gehandelten Produkten hergestellte Waren an. „Manchmal ist es gar nicht einfach, an größere Mengen dieser Waren zu gelangen“, so Schneidewind. So hätte er für das Bananenbrot sechs Kilo Bananen und eine entsprechende Menge Rohrzucker benötigt. Aber eben nicht irgendwelchen, sondern eben aus fairem Handel.



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