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Klavierduo Tsuyuki & Rosenboom

Rasanz und Tiefe begeisterten

BAD PYRMONT. Dem Klavierduo Tsuyuki & Rosenboom gelang es am Samstagnachmittag im kleinen Saal des Konzerthauses zum wiederholten Mal, sein Publikum in Verzückung zu versetzen. Als kleines Highlight demonstrierten Chie Tsuyuki und Michael Rosenboom in zwei Stücken, dass sie hervorragende ausgebildete Solopianisten sind.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 17:20 Uhr

Das Klavierduo Tsuyuki & Rosenboom in Bad Pyrmont. Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Franz Schuberts „Klaviersonate (posth.) a-Moll D 784 op. 143“, das erst elf Jahre nach Schuberts Tod veröffentlichte Stück, interpretierte Chie Tsuyuki ausdrucksstark und auch kraftvoll, zart in den verhaltenen Passagen und sich furios steigernd. Michael Rosenboom zeigte mit der „Sarabande und Chaconne aus dem Singspiel Almire g-Moll S. 181“ von Franz Liszt, wie ein solches Stück, das teilweise wie moderne Popmusik klang, mit Verve und höchster Virtuosität zu einem wahren Genuss entwickelt werden kann.

Beide Solisten vereinten schließlich ihre herausragenden Fähigkeiten in ihrem vielfach ausgezeichneten Duo, das immerhin schon zehn Jahre lang erfolgreich besteht. Besonders beeindruckend dabei die große Intensität des Spiels, die absolute Vertrautheit und fast schon Intimität, die zu einer innigen Harmonie führten. Die „Variationen über ein eigenes Thema für Klavier zu vier Händen“ von Franz Schubert bereiteten dazu den fruchtbaren Boden, denn „Glück und Ruhe“, die Schubert nach einem längeren Klinikaufenthalt bei der Komposition empfunden hatte, spiegeln sich darin spürbar wider. Gefällig und harmonisch zauberte das Stück ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer.

Dagegen kam die „Ouvertüre zu ‚Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg‘“ mit intensiver Wucht und abgewogenen Lautstärke- und Tempowechseln daher. Die Transkription für Klavier stammt von den beiden Solisten, und man merkte ihr an, dass sie auch deren Emotionen in sich trug. Feinfühlig und mit großer Vehemenz und Virtuosität vorgetragen begeisterte diese Ouvertüre das Publikum total.

Ein Riesenapplaus forderte die Künstler schließlich zu zwei kurzen und witzigen Zugaben auf, die sie charmant gerne gewährten.



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