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Für die „10 Sopranos“ kann sich das Publikum erst im Laufe des Abends erwärmen

Quer durch den Musikgarten

Bad Pyrmont. Es ist keine Begeisterung auf den ersten Blick, die den „10 Sopranos“ bei ihrem Auftritt im Konzerthaus aus dem Publikum entgegenschwingt. In ihren schwarzen Kleidern samt Bolerojäckchen wirken sie für eine Show ziemlich bieder. Und nach der Begrüßung mit „Libiamo“, dem schönen, doch sattsam gehörten Ohrwurm aus der Verdi-Oper „La Traviata“, einem Beatles-Medley und Schuberts „Ave Maria“ ist das Strickmuster des Programms klar: Die stimmgewaltigen Sängerinnen sind das weibliche Gegenstück zu den zwölf Tenören, die hier im Februar gastierten. Ein Erfolg versprechendes Konzept für jeden Geschmack quer durch den Musikgarten.

veröffentlicht am 19.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Doch irgendwie will der Funke, anders als im Februar, zunächst nicht so recht überspringen. Das Publikum im ohnehin nur schwach besuchten Konzerthaus hält sich erst einmal zurück, zollt allerdings den Darbietungen des Sopranisten-Chores den verdienten Applaus. Denn die ausgebildeten Stimmen der zehn Damen können sich hören lassen, das wird im Verlaufe des Abends immer deutlicher. Manches geht sogar echt unter die Haut, wie zum Beispiel die „Kinder des Monsieur Matthieu“.

Und Sopran ist nicht gleich Sopran: Da gibt es die samtige, glockenhelle Stimme, die für lyrische Opern-Partien prädestiniert ist, da ist der eher kernige, kecke Ton, den man im Musical braucht. Es gibt die Mezzo-Stimmlage, geeignet für dramatische Interpretation, und es gibt eine Sängerin mit einer kehligen Stimme, die zu afrikanischer Musik passt. Das alles können die Zuhörer nach und nach entdecken, vor allem nach der Pause. Da wird das Programm peppiger und poppiger und wirkt auch weniger zusammengewürfelt. „Sister Act“ und Madonna, Amazing Grace, und zum Schluss ein fetziges Queen-Medley.

Einige Titel singen die Sopranos a cappella, bei anderen werden sie von einer Band begleitet. Nach der Pause haben sie ihr Outfit geändert, treten nun in feuerroten Kleidern auf, und das macht schon etwas her. So wird auch das Publikum immer aufgeschlossener, und der starke Schlussbeifall zeigt: Abend gelungen! Als schöne Zugabe gibt es noch das „Phantom der Oper“.



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