weather-image
CDU/FDP-Arbeitskreis stützt das Staatsbad

„Qualität ist wichtig, nicht die Struktur“

Bad Pyrmont (uk). „Es gibt gute Gründe, dass das Staatsbad Pyrmont beim Land Niedersachsen bleibt.“ Mit dieser Feststellung hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft, Tourismus, Arbeit und Verkehr der CDU/FDP-Landtagsfraktionen, Ernst August Hoppenbrock, bei einer Sitzung in Bad Pyrmont genau das ausgedrückt, was die heimische Landtagsabgeordnete Ursula Körtner seit Monaten umtreibt.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

Die Landtagsabgeordneten schwärmen mit Kurdirektor Blome aus, um
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bekanntlich hatte der Landesrechnungshof aus finanziellen Gründen die Kommunalisierung des Staatsbades gefordert, was nun – wie angekündigt – von CDU, FDP und SPD bei der abschließenden Beratung des Berichtes im Landtag abgelehnt wurde. Kritik kam lediglich von den Grünen. Von einer „butterweichen Position“ sprach der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Klein (Cuxhaven). Dadurch bestehe die Gefahr, dass das Staatsbad Pyrmont zum „Fass ohne Boden“ werde. Er forderte eine Deckelung der Zahlungen.

„Das zeigt, dass Herr Klein wenig Ahnung hat von dem, was sich hier abspielt“, wies Körtner, die ihre Kollegen zu der Sitzung nach Bad Pyrmont eingeladen hatte, die Kritik zurück. Hoppenbrock pflichtete ihr bei. Mit dem Engagement des Landes werde vor Ort viel Geld generiert, sagte er und stellte fest: „Wir brauchen Leuchttürme wie Bad Pyrmont.“ Der Arbeitskreis zeigte darum auch Verständnis für die Ansicht von Kurdirektor Heinz-Hermann Blome, dass das Land touristische Projekte künftig nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern nach Gesichtspunkten der Qualität fördern sollte. Blome erhofft sich davon höhere Förderquoten.

Hoppenbrock geht davon aus, dass sich die Stadt einer engeren Zusammenarbeit mit dem Staatsbad, wie es in der Abschlussberatung zum Bericht des Rechnungshofes gefordert wird, nicht verweigern werde – „wenn sie machbar ist“, wie er einschränkte. Das sei auch das Signal, das Finanzminister Möllring erwarte. „Es geht nicht um die Frage Staatsbad oder nicht, es geht um die Frage, ob es sich in vernünftiger Weise trägt“, machte Gabi König von der FDP deutlich. „Uns interessiert ohnehin nicht die Struktur, sondern uns interessiert die Qualität des Angebots“, betonte Dr. Rainer Kottkamp vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. „Wenn dann noch die Struktur zur Qualität passt – umso besser.“

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare