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Kampfsport unter speziellen Bedingungen

Pyrmonter trainieren im Land der Mitte

Bad Pyrmont (yt). China, das Land der Mitte ist für Europäer noch weit entfernt – streckenmäßig wie auch kulturell. Doch die beiden Mitglieder des Bad Pyrmonter „Shaolin-Kempo-Vereins“, Marc Grundemann und Matthias Raschke, wagten den Blick über den Tellerrand und lebten für sechs Wochen mitten in China.

veröffentlicht am 06.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:41 Uhr

Marc Grundemann (re.) mit seinem Kung-Fu Lehrer in China.  Foto:
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Die beiden Pyrmonter Kampfsportler trainierten in Deng Feng in einer der unzähligen Schulen, die rund um das Shaolin-Kloster verteilt sind. Dort wurden sie in die Lehren des Kung Fu eingewiesen – jene Kampfkunst, für die das sagenumwobene Shaolin-Kloster berühmt ist.

Sechs Tage in der Woche begann ihr Training morgens vor sechs Uhr, als das Thermometer schon 30 Grad anzeigte, und endete gegen neun Uhr am Abend. „Mittags war es dann auch schon mal 50 Grad heiß, was aber kein Grund für die Ausbilder war, das Training einmal ausfallen zu lassen“, berichtet Grundemann.

An Luxus sei in der Schule nicht zu denken gewesen. Es gab weder Duschen neben den Zimmern, noch fließendes Wasser. Auch das Essen war im Vergleich zur deutschen Kost sehr einseitig. Zum Frühstück wurde Reis mit Beilagen gereicht, zum Mittagessen Reis mit Beilagen und zum Abend ebenfalls. „Da erkennt man wirklich, wie toll es einem in Deutschland geht“, meint Raschke, der aber ebenso wie Grundemann betont, dass er sofort wieder nach China fahren würde. „Das Training war toll, auch wenn wir jeden Abend wie tot ins Bett fielen und von daher auch kaum etwas von der Umgebung wahrgenommen haben.“

Begeistert waren beide auch von den Menschen vor Ort, die sie herzlich aufgenommen hatten und sie so behandelten, als seien sie schon immer einer der ihren gewesen. Auch wenn sie lediglich „Wo shi de guo ren“ („Ich bin Deutscher“) oder „xiexie“ (Danke) in der Landessprache sagen konnten, wussten sie doch, dass sie dazugehörten. „Und das war eine Erfahrung, die uns sehr beeindruckt hat“, sagen beide unisono.

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