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Umzug unwahrscheinlich

Pyrmonter Tourist-Information bleibt wohl am Europaplatz

BAD PYRMONT. Entschieden ist es zwar noch nicht – besonders nicht für Bürgermeister Klaus Blome als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bad Pyrmont Tourismus (BPT) –, aber offenbar ist die Aufgabe der Tourismus-Information am Europaplatz und ein Umzug in die Wandelhalle kein Thema mehr.

veröffentlicht am 17.04.2018 um 14:20 Uhr
aktualisiert am 17.04.2018 um 19:00 Uhr

Teilnehmer der Klausurtagung (v.li.): Jenny Wieneke, Michael Rausch, Karsten Stahlhut, Martina Tigges-Friedrichs, Heike Beckord, Klaus Blome, Regine Köpnick, Prof. Dr. Schmoll, André Schubert und Maik Fischer. Foto: BPT
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Alle Beteiligten sind sich relativ einig, dass der jetzige Standort der bessere ist und man ihn nicht komplett aufgeben darf“, berichtete BPT-Chef Karsten Stahlhut nach einer Klausurtagung in Bad Nenndorf zur Zukunft der Gesellschaft.

„Herr Stahlhut hatte gute Argumente für einen Verbleib der Touristinformation am Europaplatz, aber es gibt auch gute Gründe für einen Verkauf des Gebäudes an die Stadtwerke“, sagte Blome auf Nachfrage und betonte: „Für mich ist die Frage noch nicht gänzlich vom Tisch.“ Für die Stadt liegt ein Vorteil auf der Hand: Sie könnte einen geschätzten sechsstelligen Betrag für den Verkauf einnehmen und wäre ein 25 Jahre altes, vermutlich renovierungsbedürftiges Gebäude los.

Statt eines Komplettumzugs dürfte nun die Einrichtung einer Außenstelle in der Wandelhalle in Kooperation mit dem Kartenverkauf des Staatsbades ernsthaft überdacht werden „Das wäre ein wirklicher Synergieeffekt und gut für die Gäste, die schon in Bad Pyrmont sind“, sagte Stahlhut, der diese Ergänzung schon vor längerer Zeit vorgeschlagen hat. Der Standort am Europa-Platz sei besonders für die Tagesgäste und die Betreuung des Wohnmobilplatzes wichtig. „Wir können doch den Verkehr nicht in das Stadtzentrum zur Wandelhalle umleiten, das hätte ja auch Konsequenzen für die Luftqualität, und die ist ein wichtiges Kriterium für einen Kurort“, gibt der BPT-Chef zu bedenken.

In Bad Nenndorf hatten sich der Aufsichtsrat der BPT, Geschäftsführer Karsten Stahlhut und Marketing-Assistentin Regine Köpnick mit der zukünftigen Neuausrichtung der Tourismusgesellschaft auseinandergesetzt. Unter Moderation von Professor Dr. Enno Schmoll von der Jade Hochschule Wilhelmshaven wurden dort Ziele und Strategien ausgearbeitet, „auch mit knappen finanziellen Mitteln den größtmöglichen Nutzen für Vermieter, Einzelhandel und ganz Bad Pyrmont zu erreichen“, wie es in einer Mitteilung dazu heißt. Wie diese Neuausrichtung konkret aussehen könnte, blieb allerdings offen. Der Aufsichtsrat habe Bad Pyrmonts Tourismus auf „stabile Beine“ gestellt, hieß es allerdings vielversprechend.

Stahlhut hatte einige Vorschläge mitgebracht, wie es mit der BPT weitergehen könnte, deren konkrete Inhalte er allerdings nicht nennen wollte. „Konkrete Beschlüsse wurden noch nicht gefasst, die verschiedenen Modelle müssen noch geprüft werden“, sagte er zu Begründung. Auch Blome wollte sich nicht zu Details äußeren, sprach lediglich davon, dass man zum Beispiel die Idee prüfen werde, weitere Partner ins Boot zu holen – „auf welcher Ebene auch immer.“ Dahinter verbirgt sich der Kern des Problems, denn der BPT fehlt es bekanntlich an Geld für die Umsetzung einer Vermarktungsstrategie. Dabei ging es in Bad Nenndorf genau darum. Um Standortentwicklung, die Erweiterung des Angebotes für die Gäste und eine Strategieentwicklung des Kurortes für die nächsten fünf Jahre.

Sowohl Blome als auch Stahlhut bewerteten die Tagung positiv. „Alle Gesellschafter haben sich zur BPT bekannt, das ist ja schon einmal etwas“, betonte der Bürgermeister. Der BPT-Chef stellte fest, dass er das Gefühl habe, dass es zu einem „etwas“ engeren Schulterschluss gekommen sei und räumte ein: „Die Zusammenarbeit in den letzten zweieinhalb Jahren hätte besser sein können.“

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