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Immer mehr Kunden kaufen für Minderjährige mit ein

Pyrmonter Tafel versorgt so viele Kinder wie nie

BAD PYRMONT. Die Regale in den Supermärkten biegen sich gerade wieder vor saisonalen Süßigkeiten. Doch schon in zwei Wochen wird die Zeit der Ostereier und -hasen abgelaufen sein. Was Kassenzone dann nicht passiert hat, wird zum Ladenhüter. Tröstlich immerhin: In Bad Pyrmont landet das übrigbleibende Naschwerk nicht im Müllcontainer.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 19:49 Uhr

Renate Weede ist die Frontfrau des Tafel-Teams. Den Ehrenamtlichen sind neue Freiwillige stets willkommen. Foto: jl

Autor:

Karin Heininger Juliane Lehmann
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Hier können die Kundinnen und Kunden der „Bad Pyrmonter Tafel“ von der zu erwartenden Naschwerk-Schwemme profitieren. Das allerdings erst ein paar Tage nach dem Fest, am Donnerstag nach Ostern. So, wie die Tafel-Kundschaft auch die Weihnachtsmänner stets erst nach Weihnachten bekommt.

„Aber am 25. April haben wir dann genug Süßes für alle Kinder“, sagt Renate Weede. Was die Tafel-Vorsitzende besonders freut: „Einige Pyrmonter bringen auch vor Ostern schon Osterhasen.“ Sie gehören zu einer knappen Handvoll privater Spender, die die Tafel jeden Monat bei ihren privaten Einkäufen bedenken. „Sie besorgen extra ein paar Sachen, die sie dann vorbeibringen.“ Mit Blick auf die Kinder der Kunden nimmt das Tafel-Team besonders frische Milchprodukte und auch Obst dankbar an.

Für bis zu 200 Kunden ist die Schellenstraße 31 an den allwöchentlichen Ausgabetagen, donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr, ein festes Ziel. „Die Zahl unserer Kunden steigt langsam, aber stetig“, sagt Renate Weede.

Der Blick auf die von der AIBP (Arbeit und Integration Bad Pyrmont) ausgestellten Berechtigungskarten zeigt der Tafel-Vorsitzenden, ob der Karteninhaber oder die -inhaberin alleinstehend ist oder mehrere Personen mitversorgt.

Für den vorvergangenen Donnerstag hat Weede die bisher höchste Zahl minderjähriger Empfänger protokolliert: Ihrer Liste zufolge kauften die Kunden für 64 Kinder mit ein. Die Konsequenz für das ehrenamtliche Tafel-Team schildert die Vorsitzende so: „Wann immer das möglich ist, geben wir ein Extra für die Kinder mit.“ Damit meint sie zum Beispiel einen Becher Joghurt, eine kleine Süßigkeit für jedes Kind, ein Paket Cornflakes oder ein Glas Nussnougat-Creme.

Nach Beobachtung von Brigitte Schrank, die zu den Gründerinnen der Tafel zählt und bis vor Kurzem zweite Vorsitzende war, setzt sich die Kundschaft zu etwa gleichen Teilen aus Einheimischen und Einwanderern, Alleinerziehenden, Geringverdienern, Menschen ohne Job oder mit kleiner Rente zusammen.

Die Kunden werden von insgesamt etwa 20 Ehrenamtlichen bedient. Der Ton ist – je nach Naturell der Menschen vor und hinter der Theke – in der Regel locker und freundlich. Manche sind mit ihrem Gegenüber längst beim vertrauten Du und halten auch mal einen kurzen Plausch, wenn das Gedränge nicht allzu groß ist. „Ein paar nette Worte müssen sein“, finde Renate Weede und die anderen.

Bei Saisongemüse wie Spargel, das zunächst nicht jeder Kunde kennt, gehen Zubereitungstipps oft gleich mit über die Theke. Die vom Lügder Schlachter Zünkler extra für die Tafel hergestellten Würste bedürfen hingegen keiner Erklärung. Wer sie einmal probiert hat, nimmt auch beim nächsten Mal gern eine mit.

Was die Vorsitzende unbedingt loswerden will: „Nach oben hin sind wir immer offen.“ Neuzugänge im Helfer-Team seien stets willkommen.
Infos für freiwillige Helfer gibt‘s unter Telefon 05281 / 6211922.



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