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Stadt stellt sich nach der Absage von Edeka an der Schillerstraße planerisch neu auf

Pyrmonter Politik lehnt „Backshop mit Drive in“ ab

BAD PYRMONT. Dass die Einzelhandelskette Edeka ihre Neubaupläne für einen Supermarkt an der Schillerstraße aufgegeben hat (PN vom Samstag), hat auch die Politik überrascht. „Erst beharken sie sich gegenseitig (mit Rewe, die Red.) dann geben sie plötzlich auf“, wunderte sich Rudi Leinhart (CDU) jetzt im Bauausschuss.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 14:39 Uhr

Der frühere Markt der Edeka an der Schillerstraße. Was dort einmal entstehen wird, ist offen. Die Stadt favorisiert einen großflächigen Einzelhandel. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Dem Ausschuss hat die Bauverwaltung die Änderung der Bauleitplanung vorgeschlagen, um vorgeben zu können, wie die Fläche dort künftig benutzt werden kann – nämlich als Potenzialfläche für großflächigen Einzelhandel. Großflächig definiert Märkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmeter.

Nicht nur aus Sicht von Baudezernent Matthäus Schmidt stünde ein vom Projektentwickler der Edeka ins Spiel gebrachte „Backshop mit Drive in“ nicht im Einklang mit den städtebaulichen Entwicklungszielen. „Wir haben uns vor der Sitzung abgestimmt und lehnen das ebenfalls ab“, machte Hans-Herbert Webel (SPD) die Haltung der Gruppe 17 deutlich, die sich am Mittwochabend – ebenso wie die CDU –endgültig zu dem Thema positionieren wollte.

Heute soll der Verwaltungsausschuss die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes auf den Weg bringen. Der umfasst neben dem Edeka-Gelände eine Reihe von benachbarten Wohngrundstücken, um auch hier die Belange des Lärmschutzes zu klären. Ein Jahr, so schätzt der Baudezernent, werde die Planung in Anspruch nehmen. Die Kosten für die Stadt bezifferte er auf rund 20 000 Euro.

Und damit dort in der Zwischenzeit nicht etwas gebaut wird, was die Stadt da nicht will, bekommt die Kommune zwei Instrumente in die Hand. Sie kann Baugesuche bis zum Abschluss der Planung zurückstellen und Veränderungssperren erlassen. „Das ist aber nur möglich, wenn der B-Plan in Aufstellung ist“, machte Schmidt deutlich.

In Kreisen der Politik wird der Verdacht geäußert, das Edeka gar keinen Supermarkt bauen, sondern nur auf die Verkaufsfläche des benachbarten Rewe-Marktes Einfluss nehmen wollte, die kleiner als ursprünglich geplant ausgefallen ist. Schmidt glaubt das aus folgenden Gründen nicht. „Wir haben intensive Gespräche geführt, der Projektentwickler hat die Grundstücke gekauft und für die Untersuchungen hat Edeka auch Geld aus gegeben.“



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