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Pyrmonter Museum lockt mit Kultur und Kulturen

Bad Pyrmont (uk). Ausstellungen im Museum sind für Dr. Dieter Alfter „das Salz in der Suppe“ seiner Arbeit. Für das nächste Jahr hat der Museumschef – um im Bilde zu bleiben – erneut zum Salzsteuer gegriffen und für das Museum im Schloss fünf Ausstellungen angerichtet. Sie werden sich den unterschiedlichsten Themen widmen. Das Angebot reicht von moderner Kunst über Mailänder Spitze bis hin zu den traditionellen Bilderbuchwelten. Aber eine der Ausstellungen fällt aus dem üblichen Rahmen.
 „Willkommen in Bad Pyrmont!“ soll sie heißen und sich mit dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in einem Kurort beschäftigen. Dieses ambitionierte Ausstellungsprojekt will Alfter in Kooperation mit dem Integrationsrat und dem Jugendparlament Bad Pyrmont verwirklichen (wir berichteten). Dem Kultur- und Sportausschuss stellte der Historiker jetzt Details vor. „Bad Pyrmont hat schon immer fremde Kulturen aufgenommen“, so Alfter. Das habe schon mit Flüchtlingen nach der Französische Revolution begonnen. Kriegsflüchtlinge, Verwundete in den Lazaretten, Gastarbeiter, jüdische Rußland-Deutsche und zuletzt Bewohner der ehemaligen DDR sind seitdem nach Bad Pyrmont gekommen. „Viele sind geblieben und haben in Bad Pyrmont eine neue Heimat gefunden“, so Alfter. Die Ausstellung soll beschreiben, warum sie gekommen sind, was ihnen wichtig war und sie eds deshalb mitgebracht haben und wie sie Bürger dieser Stadt geworden sind. Begleitet wird die Ausstellung, die vom 9. bis 31. Juli im Museum zu sehen sein soll, von Filmabenden, Diskussionsrunden und Gesprächen.
 Im Ausschuss stieß das Vorhaben auf großes Lob, nicht zuletzt angesichts der aktuellen Diskussion über Integration, der Beteiligung der beiden Beiräte und der Tatsache, dass sich das Pyrmonter Museum wieder einmal einem Pyrmonter Thema widmen werde. „Die Eröffnung der Ausstellung wird bestimmt völlig anders, als wir das von anderen Ausstellungseröffnungen kennen“, so Bürgermeisterin Elke Christine Roeder. Und Katrin Drinkuth (CDU) lobte, dass sich das Museum eines wichtigen Themas annehme. „Das wird bestimmt eine interessante Zeit.“

veröffentlicht am 03.11.2010 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:41 Uhr

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