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Pyrmonter führt NATO-Verband im Mittelmeer

Bad Pyrmont (uk). Der Himmel war bewölkt, als die Fregatte Hamburg am Mittwoch den Hafen von Wilhelmshaven verließ. Ihr Ziel ist das Mittelmeer. Die 200 Frauen und Männer am Bord werden von einem Pyrmonter geführt. Flottillenadmiral Jörg Klein hat am 25. Juni für Deutschland das Kommando der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) übernommen.

veröffentlicht am 09.07.2015 um 14:45 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:21 Uhr

Flottillenadmiral Jörg Klein (re.) an Bord der Fregatte Hamburg beim Auslaufen aus Wilhelmshaven Richtung Mittelmeer.  priva
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Bad Pyrmont (uk). Der Himmel war bewölkt, als die Fregatte Hamburg am Mittwoch den Hafen von Wilhelmshaven verließ. Ihr Ziel ist das Mittelmeer. Die 200 Frauen und Männer am Bord werden von einem Pyrmonter geführt. Flottillenadmiral Jörg Klein hat am 25. Juni für Deutschland das Kommando der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) übernommen. Die „Hamburg“ ist das Flagschiff des Verbandes.
Der 54 Jahre alte Offizier und Familienvater ist in Bad Pyrmont aufgewachsen und hat am Humboldt-Gymnasium sein Abitur abgelegt. Auch seine Frau Kirsten, eine geborene Fritz, stammt aus der Kurstadt, in der heute noch ihre Mutter und ihre Tante leben. Das Paar hat einen Sohn (24) und eine Tochter (19) und wohnt in Wilhelmshaven.
Während sich im Hafen von Palma weitere internationale Seekräfte dem NATO-Verband anschließen, wird die Fregatte „Hamburg“ im August in den Mittelmeerraum verlegen, dort an der Operation Active Endeavour teilnehmen und Ende Dezember, nach fünf Monaten in See, wieder nach Wilhelmshaven zurückkehren. Das ist eine lange Zeit der Trennung für Kleins Ehefrau. „Wenn die Fregatte im Hafen liegt, können wir miteinander telefonieren, die übrige Zeit tauschen wir uns per Mail aus“, sagt sie. Im Oktober will sie nach Barcelona fliegen, wenn die „Hamburg“ in der katalanischen Metropole anlegt. Dann gibt es das erste Wiedersehen mit ihrem Mann.
„In den kommenden Monaten wird die Flagge des Ständigen Maritimen Einsatzverbandes der NATO wieder im Mittelmeer wehen“, sagte Flottillenadmiral Klein bei der Verabschiedung des Schiffes. „Die ersten Herausforderungen, denen wir begegnen werden, sind gegenseitiges Verständnis der Besatzungen untereinander aufzubauen, exzellente Kriegsschiffe von verschiedenen Nationen zu einem Team zu formen und einen eingespielten und schlagkräftigen Einsatzverband auf See zu bilden. Ein maritimer Einsatzverband der NATO, welcher in der Lage ist, das gesamte Aufgabenspektrum zu erfüllen. Dies verstehe ich als meine ganz persönliche Aufgabe als Kommandeur“, so der Offizier.
Seit 1980 ist Klein bei der Bundeswehr. Nach dem Studium der Bildungswissenschaften an der Bundesuniversität in Hamburg diente er auf einer ganzen Reihe von Schiffen, übernahm Führungsaufgaben im Marinekommando, im Bundesverteidigungsministerium und im NATO-Hauptquartier in Brüssel. 2009 nahm Klein als Stabschef einer internationalen Task Force an der Operation „Enduring Freeedom“ teil, der ersten und bisher einzigen militärischen Großoperation im Rahmen des von den Vereinigten Staaten ausgerufenen Krieges gegen den Terrorismus.
Für Klein, und seine Besatzung gibt es also viel zu tun. Viel Zeit für seine Hobbys Schach, jüngere Geschichte, Fußball und zeitgenössische Literatur wird der Marineoffizier wohl eher nicht haben.

Flottillenadmiral Jörg Klein als NATO-Kommandeur.   mc.nato.int
  • Flottillenadmiral Jörg Klein als NATO-Kommandeur. Foto: mc.nato.int


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