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Warum gleich die komplette Lichtzeichenanlage streikte

Pyrmonter Bahnhofs-Kreuzung: Mast mit Schlagseite, Ampel aus

BAD PYRMONT. Gleichmut, Angstschweiß, Aggression – je nach Fahrtrichtung, Fahrpraxis und Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer konnten Autofahrer an Bad Pyrmonts größter Kreuzung am Montag diese Gefühle ausleben. Denn die Ampel war seit einem Unfall am Sonntagabend aus. Die Folge waren längere Rückstaus als sonst.

veröffentlicht am 01.08.2016 um 20:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Etwas mehr Geduld als sonst brauchten die Autofahrer am Montag an der Bahnhofstraßen-Kreuzung. Nach einem Unfall blieb zunächst die komplette Ampelanlage dunkel. Die Folge: Hier galten nun wieder die analogen Blechschilder – ein Nachteil für den nach links auf die Thaler Landstraße abbiegenden Verkehr.

„Wir haben der für die Ampeln verantwortlichen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gleich Bescheid gegeben“, sagte Rathaus-Sprecher Wolfgang Siefert am Montag auf Anfrage zum Part der Pyrmonter Stadtverwaltung.

Die von der Hamelner Niederlassung der Behörde alarmierte Straßenmeisterei wurde schnell tätig. Ab mittags blinkten die Birnen an 15 von 16 Masten zunächst in Gelb. Gegen 16 Uhr funktionierten dann auch Rot und Grün wieder. Die endgültige Reparatur wird dann eine Fachfirma für Signalanlagen erledigen.

Verursacht hatte den zeitweiligen Ausfall ein Auto am Sonntagabend. Um kurz nach 19 Uhr nahm der mit seinem Audi A 3 aus Richtung Lügde kommende 23 Jahre alter Pyrmonter Fahrer die Linkskurve in Richtung Stadt offenbar etwas zu schnell. Auf der noch regenfeuchten Fahrbahn prallte sein Wagen beim Abbiegen gegen den Fußgänger-Ampelmast. Die vom Unfallfahrer herbeigerufene Polizeistreife protokollierte unangepasste Geschwindigkeit als mutmaßliche Ursache für den Crash.

Durch die Wucht des Anpralls ging an dem verbogenen Mast sowie allen weiteren 15 Masten vor dem Bahnhof nicht nur das Licht aus. Die Rotlicht-Abdeckung und der Blendschutz-Schirm des betroffenen Ampel-Teils waren auch gleich hinüber.

Der junge Fahrer kam laut Polizei mit dem Schrecken davon. Den Schaden an seinem erst zwei Jahre alten Audi schätzt die Polizei auf mindestens 4000 Euro. Die Kosten der Ampel-Instandsetzung sind noch nicht zu beziffern.

Und warum fährt nach einem solchen Crash immer gleich die ganze Anlage runter, wenn doch nur ein Teil lädiert ist? „Beim Ausfall eines Rotlichts schaltet die Anlage aus Sicherheitsgründen ab“, erklärt Norbert Schaaf von der Straßenmeisterei. „Sonst hätten wir im Kreuzungsbereich keinen rechtssicheren Zustand“, ergänzt Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Immerhin: Die Elektronik der Anlage war offensichtlich nicht gleich komplett hinüber. Am Nachmittag ging die Anlage – bis auf den reparaturbedürftigen Mast – wieder ans Netz.

In den Stunden davor arrangierten sich die Autofahrer mit der Situation. Der Linksabbieger-Rückstau war zwar länger als sonst. Aber auch Fahrerinnen und Fahrer, die auf der Vorfahrtstraße unterwegs waren, ließen den Verkehr aus der Bahnhofstraße zwischendurch immer wieder passieren.



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