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Mediziner fordern Konferenz zur Sicherung der ärztlichen Versorgung

Pyrmonter Ärzteverein sieht auch Rat in der Pflicht

BAD PYRMONT. Der Pyrmonter Ärzteverein hat die drohende Schließung der einzigen HNO-Praxis in Bad Pyrmont zum Anlass genommen, eine breit angelegte Konferenz zu fordern, um sich grundsätzlich mit der Sicherung der ärztlichen Versorgung in der Kurstadt auseinanderzusetzen.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 12:37 Uhr

Dem Ärzteverein geht es nicht nur um die Augenheilkunde in Bad Pyrmont, sondern unter anderem auch um die hausärztliche Versorgung. Themenfoto: dpa
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Teilnehmen sollen neben Vertretern des Ärztevereins auch Vertreter des Rates der Stadt Bad Pyrmont, des Staatsbades Pyrmont und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Der Vorsitzende des Ärztevereins, Dr. Hans-Hermann Zimny und Prof. Dr. Jochen Scheibe, der sich seit Jahren um dieses Thema kümmert, haben in einer Stellungnahme daran erinnert, dass ihr Verein schon mehrfach darauf hingewiesen habe, dass die Neu- und Nachbesetzung ärztlicher Stellen mehrere Jahre im Voraus von allen Beteiligten geplant werden müsse. „Leider gab es jedoch in den letzten Jahren dazu keine zentralen Beratungsrunden.“ Der Ärzteverein hält es nur für dingend erforderlich, das nachzuholen und dazu unter anderen Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, des Rates der Stadt und des Staatsbades Pyrmont an einen Tisch zu bringen. Auch der Årzteverein selber sei zu einer Zusammenarbeit bereit. „Das ist dringend erforderlich“, heißt es wörtlich.

Aus Sicht der beiden Mediziner sind dabei eine ganze Reihe von Themen abzuarbeiten. Wichtig sei vor allem die Sicherung der fachärztlichen Versorgung in Bezug auf Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Kümmern müsse man sich auch um die Sicherung von Dialysebehandlungen in Zusammenarbeit mit der Praxis Dr. Ellen Christel in Barntrup und die Anerkennung des Bathildiskrankenhauses als Akademisches Lehrkrankenhaus, damit dort ein Teil des Medizinstudiums stattfinden kann. Eine große Herausforderung ist nach Auffassung des Vereins auch die Sicherung der hausärztlichen Versorgung, denn eine ganze Reihe von Allgemeinmedizinern werden sich in den nächsten Jahren aus Altersgründen zur Ruhe setzen. „Diese Aufgaben bedürfen einer engen Zusammenarbeit der medizinischen Einrichtungen, wie es das Staatsbad in einigen Fällen bereits erfolgreich getan hat. Wir sind dazu bereit.“



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