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Was junge Babysitter in Lügde lernen

Puppen gewickelt und Brei gerührt

Lügde (cg). „Wir haben auch das Wickeln mit Stoffwindeln gelernt“, erzählt Saskia König. Zusammen mit einer Freundin hat sie unlängst einen Kurs für Babysitter besucht. Mit Babysitten möchte die 14-Jährige künftig ihr Taschengeld aufbessern. Zwar hat sie schon gute Erfahrungen bei der Betreuung von dreijährigen Zwillingen gemacht. Nun aber erweiterte sie ihr Wissen in einem dreitägigen Kurs zur Betreuung von Kindern im Alter von null bis acht Jahren, den Gudrun Neuhaus in der Lügder Kindertagesstätte „Pusteblume“ gab. Eine Lerneinheit Unfallverhütung und ein „Erste-Hilfe Kurs am Kind“ waren selbstverständlich inbegriffen.

veröffentlicht am 08.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:41 Uhr

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Kursteilnehmerin Leonie Marr sucht jedoch nicht nur einen Job, um ihr Taschengeld aufzubessern. Sie plant bereits für ihre weitere Zukunft. „Ich will Erzieherin werden“, begründet die 15-Jährige ihr Interesse. Oft passt sie auf ihren dreijährigen Bruder Gregor auf, und jeden Tag spielt sie mit ihm. Seine momentanen Vorlieben sind Feuerwehrautos, Seifenblasen und das Platschen mit Wasser. Es gefällt Leonie zu sehen, wie sich ihr Bruder entwickelt und Lernfortschritte macht.

In dem Kurs haben die sieben Teilnehmerinnen auch Flaschennahrung und Brei aus Fertigprodukten angerührt und selbst probiert. Das Wickeln mit Einweg- aber auch mit Stoffwindeln wurde an Babypuppen geübt. Ebenso das Halten und Tragen von Säuglingen. Außerdem erhielten die Mädchen Tipps, wie man Wickelkinder währenddessen bei Laune hält, sie wieder richtig anzieht und wie man die Kleinen tröstet.

Aber auch Grundzüge der Entwicklungspsychologie wurden den Jugendlichen vermittelt. Welche Spielzeuge und Spiele für welches Alter geeignet sind sowie Schlaf- und Essgewohnheiten der Kinder wurden besprochen. „Alles wurde vertieft, was man so aus dem Leben kennt“, sagt Leonie. „Es ist gut, dass man das alles nochmal zusammenhängend gehört hat.“

Wichtig war Gudrun Neuhaus auch die Vorbereitung ihrer jungen Lernenden auf das Vorstellungsgespräch mit den Eltern des zu betreuenden Kindes. Die 14 und 15 Jahre alten Mädchen erhalten nach dem erfolgreichen Abschluss des Babysitter-Kurses ein Zertifikat.

Für die Kooperationspartner Familienzentrum Lügde, Lippes „Spross“-Familienser-vice und das Deutsche Rote Kreuz ist diese Qualifikation Voraussetzung dafür, um junge Menschen als zertifizierte Babysitter in eine Kartei aufzunehmen. Suchende Eltern, die eine geeignete Betreuung ihrer Kleinkinder brauchen, sollen dann die Gewissheit haben, dass sie ihrem Babysitter nicht alles selbst beibringen müssen, sondern auf gewisse Vorkenntnisse bauen können.

Sollte es mit einem Babysitter-Job nicht sofort klappen, so ist Leonie jedoch nicht betrübt, denn: „Ich hab ja Gregor.“

Eltern, die einen Babysitter suchen, können sich zur Vermittlung an die drei Kindertagesstätten des Lügder Familienzentrums, Pusteblume (Telefon 05281-7546, Gordana Kleine), Sankt Marien (Telefon 05281-968865, Angelika Rimmert) oder Tausendfüßler (Telefon 05281-979169, Manuela Brandt) wenden.

Leonie (15) will nicht nur als Babysitter jobben, sondern später auch Erzieherin werden. Schon jetzt kümmert sie sich gern um ihren dreijährigen Bruder Gregor.

Foto: cg



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