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Schlosshof fällt doch aus

Public Viewing zieht in den Kurpark um

BAD PYRMONT. Das Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft kann doch nicht im Schlosshof stattfinden, weil der Veranstalter „Pro Inter Holzhausen“ Probleme hat, genügend Rettungshelfer zu engagieren. Das Staatsbad hat die Konzertmuschel im Kurpark angeboten. Offen ist aber, wo das Viertelfinale gezeigt werden kann.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 12:43 Uhr
aktualisiert am 12.06.2018 um 18:43 Uhr

Partner in Sachen Fußball (v.li.) vor der Konzertmuschel im Kurpark: Stefan Bertram (Inter Holzhausen), Silke Schauer (Marketingleiterin Staatsbad Pyrmont), Kurdirektor Maik Fischer und Thomas Bertram (Pro Inter Holzhausen). Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die neuen Auflagen in Sachen Brandschutz und Sicherheit machen allen Veranstaltern im Schlosshof das Leben schwer (wir berichten). Zunächst hatte Bertram das Public Viewing im Schosshof für dieses Jahr abgesagt, dann wieder zugesagt, um nun endgültig den Umzug in den Kurpark zu verkünden. „Es gibt so kurzfristig einfach nicht genügend Rettungshelfer“, betonte Kurdirektor Maik Fischer am Dienstag. Als das klar war, hatte er Bertram den Kurpark angeboten, genau gesagt die Konzertmuschel. „Der Platz ist mindestens genauso attraktiv wie der Schlosshof und hier können die Auflagen bewältigt werden.“

Genau genommen gibt es gar keine Auflagen, denn im Unterschied zum von Mauern umgebenen Schlosshof gilt der Kurpark als offenes Gelände. Allerdings dürfen sich bei den Übertragungen der Spiele maximal 990 Menschen im Kurpark aufhalten – Personal inklusive. Pro Inter Holzhausen als Veranstalter wird trotzdem zwei Rettungshelfer, sieben Ordner und zwei Feuerwehrleute als Brandwachen einsetzen.

„Wir hätten uns anfangs gar nicht vorstellen können, dass wir den Kurpark nutzen dürfen“, gab Thomas Bertram unumwunden zu. „Und dazu noch direkt vor dem Steigenberger. Um so erfreuter sind wir über das Angebot des Staatsbades.“ Fischer versicherte aber , dass Hoteldirektor van Iersel von der Idee begeistert sei und er selber darin eine „wunderbare Lösung“ sehe. „Das passt gut zu Bad Pyrmont, denn unsere Gesundheitstouristen sind meistens auch Fußballfreunde.“ Der Kurpark sei multifunktional, diene der Erholung genau so wie schon seit vielen Jahren als kulturelle Veranstaltungsfläche. „Warum sollen wir als Staatsbad dieses Public Viewing also nicht fördern.“ Laut Bertram sind bereits 500 Dauerkarten für die Übertragungen verkauft worden, darunter viele an Kurgäste. „Es hat einen richtigen Run auf die Karten gegeben, damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ Dem Kurpark könne er nur positive Seiten abgewinnen. „Das ist sogar attraktiver als der große Schlosshof. Zumindest darf hier geraucht werden“, meinte er unter Bezug darauf, dass dies bei Veranstaltungen aus Brandschutzgründen künftig verboten ist.

Das Hin und Her in den vergangenen Wochen hat Bertram reichlich gestresst. Dabei haben er und sein Mitstreiter Stefan Bertram, Vorsitzender von Inter Holzhausen, nicht alles erledigt. Während des „3. Pyrmonter Wirtschaftswunders“ vom 6. bis 8. Juli stünde der Kurpark nicht für die Übertragung des Viertelfinales zur Verfügung, sollte Deutschland so weit kommen. Ob und wo dieses Spiel – entweder am 6. oder 7. Juli je nach Verlauf des Turniers – dennoch gezeigt werden könnte, muss noch geklärt werden. „Das wird sportlich“, so Bertram.

Information

Eintrittspreise und Zugang

Eine Dauerkarte kostet 8 Euro, Tageskarten 2 Euro. Im Eintrittspreis für das Public Viewing ist der Eintritt in den Kurpark in Höhe von 4 Euro eingeschlossen. Das hat Kurdirektor Fischer entschieden. Es gibt also Gelegenheit, nach dem Spiel oder vorher den Park zu erkunden. Bei Spielen, die am Wochenende stattfinden, ist der Zugang ab eineinhalb Stunden vor Spielbeginn möglich, an Wochentagen sind es 60 Minuten. Ab da müssen alle anderen Besucher den Kurpark verlassen, weil am Ende garantiert werden muss, dass sich maximal 990 Menschen in der Anlage aufhalten. Der Zugang (und Ausgang) ist auf Wunsch der Polizei ausschließlich über die Schlossstraße möglich.uk

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