weather-image
23°

Vier Angeklagte aus Bad Salzuflen und ein Angeklagter aus Herford ab Montag vor Gericht

Prozess wegen Brandanschlag auf eine Moschee

Detmold. Ab Montag, 20. April, um 9 Uhr, verhandelt die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Detmold im Saal 165 die Strafsache gegen vier Angeklagte aus Bad Salzuflen und eine Person aus Herford. Die Staatsanwaltschaft Detmold wirft ihnen versuchten Mord vor (AZ 31 Js 637/14). Die zwischen 21 und 29 Jahre alten Angeklagten sollen am 11. Oktober 2014 entsprechend ihres Tatplanes um 2.40 Uhr die Hauseingangstür des Hauses, Krumme Weide 46, in Bad Salzuflen, in dem sich eine Moschee und Wohnungen befunden haben, in Brand gesetzt haben, indem zwei von ihnen Benzin gegen das Türblatt geschüttet und entzündet haben sollen. Die Angeklagten sollen dabei zumindest billigend sowohl den Tod der im Gebäude befindlichen Bewohner und Besucher als auch das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäudeteile in Kauf genommen haben. Die Angeklagten, die yesidischen Glaubens und kurdischer Abstammung sind, hätten aus religiös und politisch motivierter Antipathie gegen muslimische und türkische Personen und Einrichtungen gehandelt. Durch den Brand hätten sich Rauch- und Rußgase entwickelt, sodass die Bewohner das Gebäude durch das Treppenhaus nicht mehr verlassen konnten und sich auf das Vordach retten mussten. Dort konnten sie von der Feuerwehr gerettet werden.

veröffentlicht am 14.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Den Angeklagten Z. und D. legt die Staatsanwaltschaft Beihilfe zu dieser Tat zur Last. Sie seien mit den Angeklagten Y. und A. in dem Fahrzeug des D. zunächst zur Tankstelle gefahren. Spätestens als die Angeklagten Y. und A. mit dem Benzinkanister zurück zum Pkw gekommen seien, sei den Angeklagten Z. und D. klar gewesen, dass die Angeklagten Y. und A. – wie von ihnen angekündigt – beabsichtigten, die Moschee in Brand zu setzen. Gleichwohl hätten die Angeklagten Z. und D. die beiden zum Tatort gebracht. Dem Angeklagten B., der sich ebenfalls in dem Pkw befunden haben soll, sei spätestens an der Tankstelle bewusst geworden, dass die Angeklagten Y. und A. beabsichtigten, die Moschee in Brand zu setzen. Als der Angeklagte B. erkannte, dass sich die beiden nicht von ihrem Vorhaben abbringen ließen, habe sich der Angeklagte B. entfernt, ohne die Polizei oder die Bewohner des Hauses von der bevorstehenden Tat zu informieren. Damit habe sich der Angeklagte B. der Nichtanzeige einer geplanten Straftat strafbar gemacht. Die Angeklagten, die teilweise strafrechtlich bereits in Erscheinung getreten sind, haben die Tatvorwürfe im Wesentlichen eingeräumt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?