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24-Jähriger wegen Betrug, Diebstahl und Fahrerflucht vor Gericht

Prozess kurz vor Weihnachten

Detmold. Das Amtsgericht Detmold verhandelt am 22. Dezember gegen den 24-jährigen A. unter anderem wegen Betrug. Die Staatsanwaltschaft Detmold legt dem 24 Jahre alten Angeklagten Folgendes zur Last: Am 4. oder 5. Dezember 2014 soll der Angeklagte beim Online-Händler Amazon in acht Fällen im Gesamtwert von knapp 160 Euro Waren bestellt haben, zu deren Bezahlung er von Anfang an weder willens noch in der Lage gewesen sei. Ebenfalls im Dezember 2014 soll sich der Angeklagte unter Vortäuschung seiner Rückzahlungsfähigkeit und -bereitschaft von dem Zeugen H. vier Darlehen in Höhe von insgesamt 530 Euro erschlichen und dem Zeugen zudem ein Laptop für 250 Euro verkauft haben, welches er dem Zeugen H. – wie von Anfang an geplant – in der Folgezeit nicht übergeben habe.

veröffentlicht am 18.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

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Ende März 2015 soll der Angeklagte Kaufinteresse an einem über ebay-Kleinanzeigen angebotenen VW Golf III bekundet haben. Von der Probefahrt sei der Angeklagte, wie von ihm von Anfang an geplant, in der Absicht, den Pkw für sich zu behalten, nicht zurückgekehrt.

Im Jahre 2015 soll der Angeklagte, ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen zu sein, in mehreren Fällen zu verschiedenen Tankstellen gefahren und dort getankt haben. Den dort tätigen Mitarbeitern soll der Angeklagte anschließend vorgetäuscht haben, er habe sein Geld vergessen, werde aber die Rechnung alsbald bezahlen. Im Vertrauen darauf habe man ihn wegfahren lassen. Tatsächlich sei es zur Bezahlung – wie der Angeklagte von Beginn an geplant habe – nachfolgend nicht gekommen. Einen ihm von dem Zeugen K. zwecks Reparatur überlassenen Pkw soll der Angeklagte, nachdem er dem Zeugen vorgetäuscht habe, für TÜV-Eintragungen benötige er den Fahrzeugbrief und der Zeuge ihm diesen überlassen habe, für 600 Euro verkauft und das Geld für sich behalten haben.

Im Juni 2015 soll der Angeklagte ohne Fahrerlaubnis mit dem Motorrad des Zeugen S. gefahren und infolge Unachtsamkeit einen Unfall mit einem Sachschaden von rund 2300 Euro verursacht haben. Obwohl er den Unfall bemerkt habe, habe der Angeklagte sich von der Unfallstelle entfernt, ohne sich um den Schaden zu kümmern. In mehreren Fällen soll der Angeklagte mit einem nicht zugelassenen und nicht haftpflichtversicherten Kraftfahrzeug gefahren sein, an welchem er ein nicht für das Fahrzeug ausgegebenes Kennzeichen angebracht habe, um so eine ordnungsgemäße Zulassung vorzutäuschen.

Der strafrechtlich bereits erheblich in Erscheinung getretene Angeklagte hat die ihm zur Last gelegten Taten teilweise eingeräumt. Im Übrigen soll er durch Zeugen überführt werden. Verteidigt wird der Angeklagte, der sich in dieser Sache seit dem 21. Oktober 2015 in Untersuchungshaft befindet, von Rechtsanwalt Salmen aus Lage. (Staatsanwaltschaft Detmold, Aktenzeichen 41 Js 398/15)



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