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Pyrmonter Herder-Schüler entwickeln bei Projekttagen Ideen zu Menschenrechten

Protesthände gegen Kindesmissbrauch

Bad Pyrmont. Jeweils am 10. Dezember eines Jahres wird mit einem Gedenktag an die allgemeine Erklärung der Menschenrechte erinnert. Daran beteiligt sind stets die Unesco-Projektschulen. In der Pyrmonter Herderschule entwickelten die Schülerinnen und Schüler an zwei Projekttagen Ideen zum Artikel 4 der Menschenrechte: „Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.“

veröffentlicht am 21.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:41 Uhr

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Im Jahr zuvor war bei einer Umfrage dieser Artikel von den Schülern und Schülerinnen als einer der elementaren ausgewählt worden. Die Klassen beschäftigten sich unter anderem mit den Problemen der Kindersoldaten und Kinderarbeit heute, Mindestlohn und Leiharbeit sowie der Frage: „Wen macht die Banane krumm?“ und – aus aktuellem Anlass – auch mit dem Leben und Wirken von Nelson Mandela, der am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren gestorben war. Von seinem Wirken zeigten sich die Neuntklässler tief beeindruckt. „Das war ein wirklicher Held und er wird für seine Lebensleistung zu Recht in die Geschichtsbücher eingehen“, sind Lukas und Canberk aus der Klasse 9 b überzeugt.

Anschließend stellten die Schüler und Schülerinnen ihre Projektergebnisse in Form eines „Museumsrundgangs“ in den einzelnen Klassenräumen der Herderschule vor. Dabei gab es die unterschiedlichsten Ideen zu bestaunen und zu erleben: Von Power-Point-Präsentationen über Schuheputzen bis hin zu Plakat-Ausstellungen, selbst gedrehten Kurzfilmen, einem Quiz, anschaulichen und begreifbaren Formen der Rassendiskriminierung. Auch ein Aufruf gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten in Form der Aktion „Rote Hand“, die von dem Deutschen Bündnis Kindersoldaten initiiert wurde, wird unterstützt.

Während der Projektarbeit hat diese Idee so viel Zuspruch bekommen, dass die Aktion auch außerhalb der Herderschule in der Kurstadt und in den anderen Pyrmonter Schulen weitergeführt werden soll. „Die roten Protesthände werden von der Klasse 8 a bis ins neue Jahr auf DIN-A4-Bögen gesammelt und später den Pyrmonter Lokalpolitikern übergeben. Verbunden mit der Bitte, sich für die Forderungen der Aktion einzusetzen, und Initiativen dazu in die Wege zu leiten“, erläutert Unesco-Koordinatorin Stefanie Bönig-Gutsche.red

Herder-Schüler der Klasse 8 a präsentieren ihre Aktion „Rote Hand“.

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