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60 Hagener folgen Aufruf des Freundeskreises und bekunden ihren Willen zum Erhalt

Protest am Ehrenmal

Hagen. Gut 60 Personen haben sich am Sonntag kurz vor 10 Uhr vor dem Kriegerdenkmal in Hagen eingefunden. Auch nasskaltes Novemberwetter hielt sie nicht ab, einem Aufruf des Freundeskreises „Wir sind für den Erhalt des Kriegerdenk- und Mahnmals“ zu folgen. In einem Flugblatt hatte die Gruppe für die Veranstaltung geworben und nach Angaben einiger Hagener sind diesmal deutlich mehr Teilnehmer anwesend als bei den offiziellen Veranstaltungen früherer Jahre.

veröffentlicht am 18.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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„Es bestätigt das große Interesse an unserem Vorhaben, wenngleich wir über die Spaltung innerhalb unseres Ortes überhaupt nicht glücklich sind,“ sagte Harald Zühlke, einer der Organisatoren des zwischenzeitlich auf 25 Aktive angewachsenen Freundeskreises, die sich wöchentlich montags treffen und ihre Aktionen besprechen. Angehörige dieser Gruppe bekundeten, dass sie noch am Vortag mit örtlichen Handwerkern eine Besichtigung des Mahnmals vorgenommen hätten. Dabei sei herausgekommen, dass die Erhaltungsarbeiten höchstens 30 000 Euro inklusive der Stufenrestaurierung kosten würden. Die Stadt hat dagegen 80 000 Euro veranschlagt. Das sorgt für Misstrauen im Freundeskreis. Es gehe, so hieß es, bei der ganzen Angelegenheit gar nicht um das Denkmal, sondern um den Verkauf des Grundstücks.

So gewinnt der Beobachter den Eindruck, nicht das Trauern sondern eher der durch Teilnahme sichtbar Protest ist das Hauptanliegen dieser Versammlung. Harald Zühlke erinnerte an die 35 Gefallenen und Vermissten aus Hagener Familien als Folge des Ersten Weltkrieges und den Tod von 77 Hagenern im Zweiten Weltkrieg und hob dabei hervor, dass viele Hagener unter großen Anstrengungen dieses „Meisterstück eines gelungenen Mahnmals“ errichtet hätten.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied vom guten Kameraden verlas Helmut Eichmann von der Kriegsgräberführsorge sein Gedenken an die Opfer beider Weltkriege. Der aufmerksame und geschichtsbewusste Zuhörer vermisst allerdings einen deutlichen Hinweis auf die Ursache des erlebten Grauens im Zweiten Weltkrieg, denn dieser ging zweifelsfrei von Deutschland aus. Horst Mundhenk legte an den Stufen des sanierungsbedürftigen Ehrenmals, das zurzeit mit einem Bauzaun abgesperrt ist, den vom Hagener Gartenmeister Hubertus Melcher gespendeten Kranz nieder, und schon nach zehn Minuten endete die Gedenkfeier mit der deutschen Nationalhymne.Ti

Den Bericht über die zentrale Versammlung zum Volkstrauertag in Bad Pyrmont lesen Sie auf der folgenden Seite.



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