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Politik zum Handeln aufgefordert

Präventionsräte machen sich für freies Mittagessen stark

BAD PYRMONT. Fünf Präventionsräte aus der Region haben sich hinter das Pyrmonter Mittagessenmodell für bedürfte Familien gestellt und die Politik zum Handeln aufgefordert. Es kann nicht sein, dass so ein Projekt auf Dauer von Sponsoren getragen wird“, betont Horst Gärtner vom Präventionsrat Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 13:14 Uhr

„Im Oktober vor einem Jahr waren es 100 Mittagessen, in diesem Jahr 600“, berichtet Horst Gärtner vom Präventionsrat Bad Pyrmont. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Streitschlichtung oder Deeskalationstraining schon in der Grundschule, Vorsorge gegen Cyber Mobbing in der Schule, die Stärkung der Zivilcourage, Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und die Beratung von Senioren – all das hat sich der Präventionsrat Bad Pyrmont vorgenommen. Nicht nur die Polizei ist froh über die Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder und hat seit der Gründung im Jahr 2000 stets eine Vertreterin entsandt. Gerade Kindergärten und Schulen profitieren von der Arbeit, denn der Schwerpunkt der Arbeit ist auf sie ausgerichtet.

Um sich über aktuelle Projekte auszutauschen und um davon zu profitieren, kamen jetzt in der Vila Winkelmann auf Einladung aus Bad Pyrmont Vertreter der Präventionsräte aus Bad Münder, Hameln, Hildesheim und Holzminden zu ihrem 17. Regionaltreffen. Fast alle Beratungsangebote gibt es auch in anderen Städten. Doch ein Angebot bietet Bad Pyrmont exklusiv an. Im Rahmen des Projektes „Niemand ist freiwillig arm“ ist es gelungen, dass bedürftige Kindern ein kostenloses Mittagessen bekommen könne, ohne Eigenanteil von einem 1 Euro und bürokratischen Aufwand. Der Präventionsrat ist zwar nur einer von 28 Projektpartnern, hat in seinen Reihen aber mit dem früheren Schulleiter Hartwig Henke und dem früheren Leiter des städtischen Kinder- und Jugendbüros Horst Gärtner, zwei besonders eifrige Streiter für die kostenlose Mittagsverpflegung. „Wir haben im Oktober vor einem Jahr allein in der Mensa des Schulzentrums 100 Essen ausgegeben, im Oktober dieses Jahres waren es 600“, unterstrich Gärtner den Erfolg dieses Pyrmonter Modells. Weniger zufrieden ist er mit der Frage der Finanzierung. Die sei durch eine Zusage der Stadtsparkasse nur noch bis zum Schulhalbjahr gesichert. Die Bank habe zwar zugesagt, nachzulegen, doch Gärtner sieht vielmehr die Politik in der Pflicht. „Es kann nicht sein, dass so ein Projekt auf Dauer von Sponsoren getragen wird. Die Politik muss endlich ihre Zusage aus dem Koalitionsvertrag einlösen und den Eigenanteil von 1 Euro generell streichen“, fordert er. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wollen alle fünf Präventionsräte diese Forderung gemeinsam vertreten. Geplant ist, gemeinsam mit der Stadt Uslar, die gleiche Probleme hat, die heimischen Bundestagsabgeordneten zu einem Gespräch einzuladen.

Die Vorsitzende des Pyrmonter Präventionsrates, Thekla Holme, kündigte an, dieses Projekt auch im kommenden Jahr zu unterstützen. Außerdem ist im Frühjahr die Neuauflage eines Beratungsangebotes gemeinsam mit der Pyrmonter Polizei und dem Seniorenbeirat vorgesehen, das im Oktober auf großes Interesse gestoßen war. „Wir haben festgestellt, dass es leider trotz aller Warnungen immer noch zu viele Senioren gibt , die auf falsche Polizisten oder andere Betrüger hereinfallen“, betonte Holme die Notwendigkeit, dies Präventionsarbeit fortzusetzen.



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