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Demuth präsentiert bei Dämmerschoppen Konzept für verjüngtes Museum

Positive Stimmung durch Visionen

Bad Pyrmont. Optimismus prägte den schon traditionellen „Dämmerschoppen“ des Museumsvereins, der nach Schließung des Hotels Bergkurpark jetzt zum zweiten Mal in der Wandelhalle stattfand. Weil das geschichtsträchtige Gebäude nun wieder in der Verantwortung des Staatsbades liegt, hatte der Museumsverein auf eine Verbesserung des Raumklimas gedrängt, und tatsächlich: Es war im Gegensatz zum vorigen Jahr angenehm warm. Und das nicht nur, weil die Organisatoren in diesem Jahr den milderen Oktober statt des Novembers gewählt hatten.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Auch inhaltlich war mit der Zukunftsvision der umgestalteten Museumsräume positive Stimmung angesagt. Wie der Vereins-Vorsitzende Klaus-Henning Demuth den Mitgliedern bekannt gab, hatte die Firma Kocmoc nach der ersten öffentlichen Vorstellung im Ratssaal (wir berichteten) und nach weiteren Beratungen mit Vorstand und Beirat inzwischen einige Kritikpunkte des Vereins und auch der Pyrmonter Bürger konstruktiv umgesetzt, und Demuth zeigte eine Power-Präsentation, die Lust machte auf ein verjüngtes Museum und eine moderne Umsetzung der Stadt- und Badgeschichte.

So solle schon im Eingangsbereich unter dem Torbogen ein Lichtbalken die Aufmerksamkeit der Schlossinsel-Besucher auf das Museum lenken. „Hier suchen wir noch nach einer Möglichkeit, das Wasser als ein wichtiges Element Bad Pyrmonts schon im Eingang zu veranschaulichen“, betonte Demuth. Die Anordnung der Räume mit den verschiedenen Themen entspreche im Wesentlichen der ursprünglichen Planung. Kur, Natur, Kultur, Stationen der Stadtgeschichte im Wandel der Zeit, der Fürstensommer mit hochrangigen Gästen, der Brunnenfund und das Wundergeläuf, überhaupt die Bedeutung des Wassers für den Kurort – dies alles spiegele sich in den einzelnen Stationen für die Besucher wider.

Grafische Elemente, Hörstationen, erzählte Geschichten auf Wandbändern, Einbindung moderner Medien und Möglichkeiten zur Interaktion der Besucher sollen jedoch noch stärker als zunächst geplant eingesetzt werden, um die Schau sinnlich erlebbarer und transparenter zu machen. Dabei gab es auch einige Änderungen, wie Demuth im Gespräch erläuterte: „Die ursprünglich vorgesehene Badewanne mit Moor wird durch ein Wasser-Objekt ersetzt, weil das Wasser wichtiger für Bad Pyrmont ist, und im Salon werden wertvolle Exponate wie das Original-Clavichord von Königin Luise und zwei kostbare Kratervasen im Zentrum stehen anstelle der schon vorhandenen Büsten berühmter Gäste“.

Was den Ort Bad Pyrmont für das im Verbund mit anderen europäischen Bädern angestrebte Weltkulturerbe prädestiniere und einzigartig mache, erläuterte anschließend Museumsleiter Dr. Dieter Alfter in einem Kurzvortrag, den er bereits vor einer Expertengruppe in Frankfurt gehalten hatte. Als „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnete er die mit historischen Abbildungen demonstrierte Landschaft, den Brunnenfund, das Wundergeläuf und die gewachsene Struktur des Ortes mit dem Alleensystem. „Bad Pyrmont hat damit eine der frühesten Anlagen für Bewegungstherapie. Die zeitgemäße Gestaltung der Unteren Hauptallee zeigt aber auch, dass sich ein Ort immer wieder erneuern kann und muss“, unterstrich Alfter.

Ein Prosit auf die Zukunft des Museums: Dr. Dieter Alfter (re.) und Klaus-Henning Demuth beim Dämmerschoppen.

Hei



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