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Kooperation mit dem AHG Fachkrankenhaus / Beamte aus ganz Deutschland im Dienstbetrieb

Polizei kümmert sich um kranke Kollegen

Bad Pyrmont (red/uk). Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind im Vergleich mit vielen anderen Berufen hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Manche dieser Belastungen verstärken sich auf Dauer, zum Beispiel durch den Wechselschichtdienst oder bei der Bearbeitung von Kinderpornografie oder Todesermittlungen. Andere treffen die Beamtinnen und Beamten unerwartet, wenn sich ein vermeintlicher Routineeinsatz zu einer brisanten Lage entwickelt und in Kürze Entscheidungen mit oft gravierenden Folgen für alle Beteiligten getroffen werden müssen.

veröffentlicht am 04.02.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

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Zur Bewältigung der psychischen Folgen sind sie oft auf professionelle Hilfe angewiesen. Das Pyrmonter AHG Fachkrankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie hat sich dabei einen sehr guten Ruf erworben. Weniger bekannt ist die Rolle, die dabei das Polizeikommissariat Bad Pyrmont spielt. Im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen Klinik und Polizei wurden in der Vergangenheit, und das soll auch so fortgesetzt werden, Patienten der Klinik im Dienstbetrieb im Rahmen von Belastungserprobungen auf dem Polizeikommissariat eingesetzt. Das wurde jetzt anlässlich eines Besuchs von Führungskräften unter Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Udo Nacke in der Klinik bekannt. „Wir haben hier immer wieder Kollegen aus allen Bundesländern, die bei uns auf ihre Wiedereingliederung in den Dienst vorbereitet werden“, so Nacke.

„Dabei ist es für die Beamten oft hilfreich, im Rahmen einer Erprobung unter realistischen Arbeitsbedingungen ihre Belastbarkeit zu testen“, berichtete der Leitende Abteilungsarzt Dr. Reinhard Thiel. „Dazu können sie im Einsatz- und Streifendienst oder im Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats über mehrere Tage ,Dienst‘ versehen.“

Alltägliche dienstliche Belastungen, aber auch traumatisierende Ereignisse schränkten die Belastbarkeit von Polizeibeamten ein und könnten zu psychosomatischen Erkrankungen führen, machte Klinikchef Professor Dr. Rolf Meermann seinen Gästen deutlich. „Es ist auch Aufgabe der Führungskräfte, im Rahmen des Gesundheitsmanagements der Polizei solche gesundheitlichen Veränderungen bei den Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren“, betonte er. Und Nacke ist es wichtig, die Verantwortlichen in der Klinik zu kennen und einen intensiven Austausch zu pflegen. „Wir besuchen regelmäßig auch andere Betriebe und Einrichtungen in Bad Pyrmont“, ergänzte der Kommissariatsleiter.

Übrigens: Die Kooperation zwischen Klinik und Polizei ist eher eine Einbahnstraße, was den professionellen Einsatz eingeht. Polizeibeamte jedenfalls, so war zu erfahren, hätten kaum Einsätze in der Klinik gehabt, abgesehen von einigen vereinzelten Eigentumsdelikten.



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