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Kollegium des Humboldt-Gymnasiums protestiert gegen Arbeitszeitpläne der Landesregierung

Politiker sollen Lehreralltag kennenlernen

Bad Pyrmont. Das Aussetzen von Klassenfahrten als Protest gegen die von der rot-grünen Landesregierung vorgesehene Veränderung der Lehrerarbeitszeiten, wie es seit Wochen an vielen Schulen geschieht, kommt für das Kollegium des Bad Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums nicht in Frage. Das heißt aber nicht, dass sich die Pädagogen protestlos mit den Plänen der Politiker abfinden wollen.

veröffentlicht am 29.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Es geht um eine Stunde Mehrarbeit pro Woche und eine Streichung der Altersermäßigung um zwei Stunden für Lehrer ab dem 55. Lebensjahr. Mit mehreren Aktionen und Maßnahmen wollen die Pyrmonter Gymnasiallehrer gegen die Arbeitsüberlastung protestieren. Das hat der Personalrat der Schule jetzt in einem Brief an die Eltern der Schüler angekündigt und ist laut Jens Luker vom Personalrat auf breites Verständnis und auf Zustimmung gestoßen. Der Landesregierung werfen die Lehrer einen eklatanten Vertrauensbruch und eine Verletzung der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Bediensteten vor. Sie wolle die Schulreformen auf dem Rücken der Schüler und Lehrer finanzieren, heißt es in dem Brief.

Die Landtagsabgeordneten des Wahlkreises wurden eingeladen, einen ganzen Tag einen Lehrer an der Schule zu begleiten, um einen Einblick in die Aufgaben zu bekommen. Danach ist ein Gespräch über die geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung vorgesehen. Laut Luker haben bislang Ulrich Watermann (SPD) und Petra Joumaah (CDU) zugesagt.

Außerdem soll der Unterricht in Abstimmung mit den Eltern und der Schulleitung für einen oder wenige Tage auf den späten Nachmittag beziehungsweise Abend verlegt werden. Am Vormittag werden die Lehrer in der Schule die Aufgaben erledigen, die sonst am Nachmittag anfallen. Sinn der Übung: Damit wollen die Lehrer deutlich machen, dass es mit dem Unterrichten alleine längst nicht getan ist. Eltern und Schülern soll es möglich sein, die verschiedenen Aufgaben der Lehrer zu sehen, die sie sonst noch erledigen. Außerdem hat das Kollegium beschlossen, die Anzahl der Klassenarbeiten in der Sekundarstufe I in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch/Latein auf das „zulässige Minimum“ zu reduzieren.

Der Philologenverband Niedersachsen hat gestern angekündigt, die Vielzahl lokaler Aktionen gegen die Arbeitsüberlastung zu unterstützen. „Kein rot-grüner Politiker hat uns bisher erklären können, warum die Regierung frühere Zusagen gebrochen hat und einseitig vor allem die Gymnasiallehrer belastet“, so der Vorsitzende Horst Audritz.uk



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