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Politik will „Volle Halbtagsschule“ erhalten wissen

Bad Pyrmont (jl). Seit 18 Jahren wird die Grundschule Herderschule als „Volle Halbtagsschule“ (VHGS) geführt – damit ist sei eine von nur noch 90 privilegierten Grundschulen landesweit. Das heißt: Die Schule kann feste Unterrichts- und Betreuungszeiten garantieren, denn sie verfügt über 45 Lehrerstunden mehr als die üblichen „Verlässlichen Grundschulen“. An der Herderschule kümmern sich voll ausgebildete Pädagogen auch dann um die Kinder, wenn sie in der 1. oder der 6. Stunde keinen Unterricht haben. An verlässlichen Grundschulen müssen das nur pädagogische Mitarbeiter sein.

veröffentlicht am 11.05.2009 um 20:08 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:21 Uhr

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 Weil die Niedersachsische Landesregierung entgegen früheren Versprechungen die Vollen Halbtagsschulen – sie machen mittlerweile nur noch sieben Prozent aller Grundschulen aus – abschaffen will, sollten sich jetzt auch die Pyrmonter Politiker im Schulausschuss positionieren. Was sie ganz klar taten: Einstimmig votieren sie dafür, dass sich die Stadt als Schulträgerin für den Erhalt der Vollen Halbtagsschule an der Humboldt-straße aussprechen soll. Somit schlägt dem Kultusministerium aus der Kurstadt zwar kein so deutlicher Protest entgegen wie anderswo – haben erzürnte Eltern doch für morgen wieder eine Demonstration in Hannover angemeldet. Aber Bad Pyrmont bezieht Stellung gegen den befürchteten Qualitätsverlust.
 Und das taten während der Sitzung auch die hiesigen Schulpolitiker. So nannte es Frank Maus (SPD) „ein Unding dass auf Kosten der Kleinsten gespart werden soll“ – zumal der Bestand der VHGS in den Koalitionsvereinbarungen der CDU/FDP-Landesregierung zugesagt worden sei. Und nicht zuletzt angesichts des hohen Migrantenanteils an der Herderschule sei es schon ein Unterschied, ob in der unterrichtsfreien Zeit gebastelt oder Förderunterricht erteilt werde.
  „Nicht glücklich“ über die nach derzeitigem Stand im Schuljahr 2010/11 geplante endgültige Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen zeigte sich auch Michael Rausch (CDU). Seine Fraktionskollegin Katrin Drinkuth hingegen „hätte keine Bedenken, wenn das nicht zu halten wäre“. Denn die anderen Pyrmonter Grundschulen seien schon immer nur „verlässlich“ gewesen. „Und ich sehe da keinen Mangel“. So seien etwa die Holzhäuser Schüler „sehr gut betreute Kinder“. Allerdings räumte auch Drinkuth ein: „Den Status quo beizubehalten wäre vorteilhafter.“

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