weather-image
19°

40 Millionen-Euro-Vorhaben am Vogelreichsweg passiert trotz Bedenken die nächste Hürde

Politik votiert einstimmig für Klinikpläne

BAD PYRMONT. Die Planung für einen Teilneubau der Fachklinik Weserland am Vogelreichsweg haben trotz einiger Bedenken – vermutlich aus der Nachbarschaft – eine weitere Hürde genommen. Einstimmig hat der Bauausschuss die Aufstellung des Bebauungsplanes empfohlen.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 14:40 Uhr

Die Fachklinik Weserland soll neu strukturiert, der achtstöckige Bettenturm in der Mitte abgerissen werden. Foto: Archiv/yt
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Gut 40 Million Euro will die Unternehmensgruppe REHASAN nach eigenen Angaben in die Klinik investieren, um sie „zukunftssicher neu zu strukturieren“ und die Bettenzahl von 192 auf 240 bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl aufzustocken. Dazu soll unter anderem der achtstöckige Bettenturm abgerissen und durch zwei Gebäudetrakte mit bis zu sechs Geschossen ergänzt werden. Für eine denkbare Auslagerung der Anschlussrehabilitation soll schon jetzt Raum westlich der Klinik geschaffen werden.

In Teilen der Öffentlichkeit wird der Neubau skeptisch gesehen. Das Maß der baulichen Nutzung überschreite die ortsüblich gesunden und maßstäblichen Baudimensionen und entfalte gegenüber der Wohnbebauung eine erdrückende Wirkung, heißt es unter anderem in einer Einlassung aus der öffentlichen Auslegung der Pläne. Bezweifelt wird auch, dass der Bau nicht dem B-Plan entspricht.

Diese Befürchtung teilen weder die Stadt noch die Planer des Bauherren und auch nicht die Politiker. „Der Bebauungsplan ist 1:1 umsetzbar“, versicherte Jonas Runge vom Büro „Drees & Huesmann“ auf Nachfrage von Ausschussmitglied Ute Michel (Grüne). Zudem sei eine mögliche Neubebauung nördlich der angrenzenden Wohnbebauung vorgesehen und die Überbauungsmöglichkeit gegenüber dem bisherigen Bebauungsplan um rund 40 Meter nach Norden zurückgenommen worden. „Eine ausreichende Belichtung und Belüftung der Bestandsgrundstücke ist somit gewährleistet“, heißt es in der Stellungnahme von Baudezernent Schmidt.

Auf eine Dachbegrünung, wie sie der Naturschutzbund (Nabu) angeregt hat, will der Bauherr verzichten. Verpflichten will ihn die Stadt dazu nicht, aber der Baudezernent hält es für sinnvoll, sich angesichts der Klimaveränderung einmal grundsätzlich über dieses Thema zu unterhalten.

Die endgültige Entscheidung über den Bebauungsplan trifft der Rat am 27. Juni.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?