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Blome soll Schließung verhindern

Politik bittet Bürgermeister um Einsatz für HNO-Praxis

BAD PYRMONT. Die Pyrmonter Ratsfraktionen von SPD und CDU haben Bürgermeister Klaus Blome aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die HNO-Praxis von Dr. Bernd Horn in Bad Pyrmont erhalten bleibt. Die Verwaltung soll klären, welche Möglichkeiten es dafür gibt.

veröffentlicht am 28.11.2018 um 12:58 Uhr
aktualisiert am 28.11.2018 um 18:30 Uhr

Der Wegfall von HNO-Untersuchungen würde Bad Pyrmonts medizinische Versorgungssituation nicht nur nach Sicht der Politik erheblich einschränken. Themenfoto: © Racle Fotodesign - stock.adobe.c
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Der Hamelner Arzt hatte angekündigt, seine Praxis in Bad Pyrmont zum Jahresende schließen zu müssen, weil seine angestellte HNO-Ärztin Dr. Sandra Lohmann gekündigt hat (wir berichteten). Gerade unter älteren Patienten hat diese Nachricht große Sorgen ausgelöst. Viele von ihnen können nur unter Schwierigkeiten andere HNO-Praxen in der Umgebung erreichen. „Ich sitze im Rollstuhl, meine Frau ist auch nur eingeschränkt mobil“, meldete sich ein Leser dieser Zeitung nach dem Bericht über die bevorstehende Schließung bei der Redaktion.

Grund genug, für die Sozialdemokraten, dass nicht so ohne Weiteres hinzunehmen. „Wir wollen, dass die die Verwaltung weiterhin mit dem Betreiber der Praxis, Herrn Dr. Bernd Horn, in Kontakt bleibt, um in Erfahrung zu bringen, ob, und wenn ja, wie die Stadt durch unterstützende Maßnahmen dazu beitragen kann, dass die Praxis in Bad Pyrmont weiter betrieben wird“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Schrader am Mittwoch. „Die Praxis ist die einzige HNO-Praxis in Bad Pyrmont und eine Aufgabe würde eine erhebliche Beschränkung der ärztlichen Versorgung darstellen“, betonte der SPD-Politiker. Zumal Dr. Horn die Sorge geäußert habe, dass die Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung für die Praxis gänzlich wegfallen könnte. Dies gelte es zu verhindern. „Vielleicht gibt es spezielle Förderprogramm für die Übernahmen von Praxen durch junge Ärzte. Das müsste die Stadtverwaltung klären.“

Patienten der HNO-Praxis berichten, dass ihnen gesagt worden sei, dass Frau Dr. Lohmann sehr wohl Interesse daran habe, die Praxis zu übernehmen, dies aber letztendlich eine finanzielle Frage sei.

Auch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt hat sich an Bürgermeister Blome gewandt und ihn gebeten, die drohende Schließung zu verhindern, hat aber einen anderen Ansatz. „Nach unserer Kenntnis möchte Herr Dr. Horn versuchen, eine frühere Mitarbeiterin dazu bewegen, in die Praxis zurückzukehren“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Nacke dieser Zeitung. „Möglicherweise kann die Stadt dabei ja behilflich sein. Wir haben den Bürgermeister gebeten, dies zu prüfen.“



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