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Künstler des Schattentheaters „Moving Shadows“ lassen aus menschlichen Körpern Figuren entstehen

Poesie für den Augenblick

BAD PYRMONT. Auf den ersten Blick ist es pure Poesie, was die zehn Künstler des Schattentheaters Mobilé auf die bühnenbreite Leinwand im Konzerthaus zaubern. Doch man ahnt schon bald, wie viel Präzision, Disziplin und räumliche Orientierung hinter der Leichtigkeit der „Moving Shadows“ stecken.

veröffentlicht am 15.01.2017 um 20:56 Uhr
aktualisiert am 16.01.2017 um 11:31 Uhr

Durch entsprechende Positionierung der Künstler wurden Figuren unterschiedlicher Größe geschaffen. Foto: yt
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Autor

Karin Heininger Reporterin
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Denn nur, wenn die Akteure auf der Bühne die Abstände zueinander und zur Leinwand, hinter der sie agieren, exakt einhalten, entstehen für das Publikum im Spiel von Licht und Schatten faszinierende Bilder und bezaubernde Geschichten. So wie das Werden und Wachsen einer Familie, von der mit viel Humor erzählt wird: Wie das junge Paar sich verliebt, wie Mama und Papa später ihren kleinen Lockenkopf zum Riesenbaby großfüttern, wie beim Badeausflug der Familie das Auto zum Cabrio wird oder der Kleine sich dann seine Märchen nachts im Bett erträumt.

Und alles wird aus den Körpern der Künstler geformt, die sich verbiegen, verdrehen und miteinander verknäulen, Gebäude, Landschaften und Tiere formen, einen riesigen Elefanten, ein Känguru mit Baby im Beutel oder kleine anmutige Schwäne. Regisseur Harald Fuß hat einen faszinierenden Bilderreigen geschaffen.

Wenn das Ensemble sich anfangs mit Taschenlampen den Weg durch die Zuschauerreihen auf die Bühne gesucht hat, beginnt mithilfe von Scheinwerfern eine Weltreise. Musik und markante Merkmale geben Orientierung, der Eiffelturm, eine Moschee oder die Freiheitsstatue, ebenso wie ein Schlittenhund-Rennen, ein Lagerfeuer der Indianer oder ein Sirtaki am griechischen Strand. Und tanzen können sie alle, sind professionelle Tänzerinnen (mit markanten Pferdeschwanzfrisuren) und Tänzer, bewegen sich anmutig und pantomimisch hinter der Leinwand.

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Durch bestimmte Kombinationen der Körper entstehen Dinosaurier. Foto: yt

Eine witzige Idee, allerdings zu lang geraten, ist die Szene, in der ein Mann vor der Leinwand mit seinem scheinbaren Schatten hinter der Leinwand kämpft.

Mehr noch als in den bisher gezeigten Programmen des Ensembles, das bereits zum dritten Mal hier gastierte, wird für die Zuschauer die „Machart“ des Schattenspiels deutlich. So lässt sich gut verfolgen, wie aus der entsprechenden Kombination der Körper die Bilder entstehen und sich wieder auflösen. Poesie für den Augenblick, die dennoch haften bleibt im Gedächtnis, und eine Sprache, die jeder versteht. Im Publikum, das am Ende begeistert applaudierte, waren dieses Mal auch mehrere Kinder. Gut so, denn dies ist ein Programm für jedes Alter.



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