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Kurdirektor Fischer zieht für das Staatsbad Bilanz und spricht von einem sehr guten Ergebnis für 2015

Plus in fast allen Bereichen

Bad Pyrmont. Ein Plus in fast allen Bereichen hat Kurdirektor Maik Fischer für das Jahr 2015 vermeldet. „Wir haben ein sehr gutes Ergebnis und entsprechen damit den Erwartungen des Landes.“

veröffentlicht am 29.02.2016 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Bad Pyrmont. Kurdirektor Maik Fischer ist zufrieden. Seit genau einem Jahr ist er als Geschäftsführer der Niedersächsischen Staatsbad Pyrmont Betriebsgesellschaft mbH verantwortlich und konnte nun erfreuliche Zahlen für das Jahr 2015 vorlegen. „Wir haben in allen Bereichen im Umsatz zugelegt, und mit einem sehr guten Ergebnis von 13,2 Millionen Euro sind wir im Plan und entsprechen den Erwartungen des Landes“, zog er am Montag seine erste Jahresbilanz und vergaß dabei nicht, die gute Arbeit seines Vorgängers Heinz-Hermann Blome zu würdigen.

Veranstaltungen, Reha, Kurpark, Hufeland-Therme, Gesundheitsprävention – es sind mehrere Bereiche, um die sich das Unternehmen Staatsbad kümmert. Und überwiegend konnte Fischer hier Zuwächse vermelden. So kamen 9 Prozent mehr Besucher in die von Silke Schauer verantworteten Veranstaltungen, bei denen insgesamt 118000 Zuschauer gezählt wurden. Mit einem Plus von 14 Prozent und 50 000 Hörern trug die Kurmusik ihren Teil dazu bei. Auch die Hufeland-Therme läuft gut. Sie kann laut Fischer seit drei Jahren Zuwächse verzeichnen, obwohl das Geschäft mit der Wellness in ganz Deutschland zuletzt um 2 Prozent zurückgegangen sei. „Unsere Bemühungen, das Qualitätsniveau weiter zu verbessern, sind erfolgreich. Zu Rennern haben sich offenbar die Saunanächte entwickelt. „Zuletzt hatten wir 800 bis 900 Gäste einem Abend“, berichtete Fischer. „Das ist sehr viel, und es gab eine lange Schlange.“

Zum Erfolg gehört auch, dass die Zahl der privaten Übernachtungen um 6 Prozent und die der Zahl der Gäste um 10,7 Prozent gestiegen sind. Dagegen mussten die Kliniken insgesamt einen Rückgang um 4 Prozent – das entspricht 15000 Übernachtungen – verzeichnen. Laut Fischer liegt das aber einzig an den Baumaßnahmenin der Häuser. „Das betraf auch unsere eigene Klinik, die im letzten Jahr acht Wochen lang zum großen Teil geschlossen war. Grundsätzlich sind alle Kliniken zu 100 Prozent ausgelastet.“ Und auch das Hotel Steigenberger, das dem Land gehört, steht mit einem Gästeplus von 2 Prozent da.

Teil der Ursache des Erfolges sind auch die Investitionen des Landes in die Infrastruktur. Gut 1,5 Millionen Euro kamen 2015 zusammen – angefangen beim Rosarium im Kurpark bis hin zur Fürstenhof-Klinik. Nach Ostern soll endlich mit der Modernisierung des Königin-Luise-Bades begonnen werden – und zwar im laufenden Betrieb, wie Therapieleiter André Schubert betonte. Rund ein Jahr soll die erste von insgesamt drei Bauphasen dauern. „Bis zum Frühjahr 2018 soll ein modernes ambulantes Gesundheitszentrum entstehen“, so Schubert. Rund 15 Millionen Euro lässt sich das Land das kosten.

Mitte des Jahres sollen die Brandschutzarbeiten im Konzerthaus beendet werden. Um Sicherheit geht es auch bei der Schlossinsel und zunächst im großen Schlosshof. Mit einem zweiten Rettungsturm soll die derzeitige Begrenzung von 600 Besuchern aufgehoben werden. Ziel ist es, dort wieder bis zu 1200 Gästen Einlass gewähren zu können. Unklar ist aber, ob das schon bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft im Sommer gelingt. Laut Fischer hat Inter Holzhausen aber auf jeden Fall Interesse an einer Neuauflage des Public Viewing.

190 Mitarbeiter stehen im Dienst des Staatsbades, fünf davon sind Auszubildende, deren Qualifikation nicht mehr wie bisher in erster Linie an kaufmännischen Belangen sondern an Tourismus und Gesundheit ausgerichtet ist. „Wir sind personell gut aufgestellt“, freut sich Personalchefin Bettina Schlüter. Damit das so bleibt und auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden können, plant das Staatsbad noch in diesem Jahr eine betriebliche Kinderbetreuung mit Tagesmüttern, denen Räume zur Verfügung gestellt werden sollen. „Damit können wir flexibel auf den Betreuungsbedarf reagieren“, so Schlüter.

Personell verstärkt werden soll das Team in den nächsten Monaten mit einem Gesundheitsmanager, der innovative Projekte anschiebt und an den Schnittstellen zwischen Prävention, Reha und Veranstaltungen neue Produkte entwickelt und Kontakt zu den Krankenkassen hält. Immerhin hat sich Kurdirektor Maik Fischer das Ziel gesetzt, Bad Pyrmont zum Präventionszentrum Nummer 1 in Deutschland zumachen. Gelingen soll das gemeinsam mit der Niedersächsischen Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH, deren Geschäftsführer Fischer ebenfalls ist. „Die Zusammenarbeit werden wir weiter ausbauen“, kündigte er an.



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