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Und rät dringend dazu, die Soleleitung unter der Freienwalder Brücke zu verlegen

Planer warnt vor Einsturz

Bad Pyrmont. Das Fragezeichen ließ Lutz Wackermann vom Ingenieurbüro Richter weg. „Die Bad Freienwalder Brücke ist einsturzgefährdet“, ließ er den Bauausschuss wissen. Das weiß man zwar schon, seit ein Schild vor dieser Gefahr warnt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch geschieht, ist nach seiner Auffassung erheblich größer geworden. „Die Brücke hängt durch, und das Schlimme dabei ist, dass diese Gefahr nicht aus einer Verkehrsbelastung resultiert, sondern allein aus dem Eigengewicht der Brücke.“

veröffentlicht am 04.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

hans-ulrich kilian
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Wackermann empfahl dem Bauausschuss dringend, die Versorgungsleitungen, die unter der Brücke befestigt sind – darunter auch eine Soleleitung des Staatsbades – zu verlegen. Nicht wegen der geplanten Erneuerung der Brücke, sondern wegen der akuten Einsturzgefahr. „Sonst besteht die Gefahr, die Sole mit einem Tankwagen transportieren zu müssen“, warnte er. Mit der Leitung werden aus der Salinenquelle sowohl die Hufeland-Therme als auch die Fürstenhof-Klinik und das Königin-Luise-Bad mit Badesole versorgt. „Die Leitung ist überlebenswichtig für das Staatsbad“, meint Quellen-Experte Hans-Werner Lange.

Die Stadt arbeitet bereits an einer Verlegung und will der dringenden Empfehlung Wackermanns noch in diesem Jahr nachkommen. Sie hat laut Hans-Joachim Böhnke vom Baudezernat mittlerweile ein geeignetes Grundstück gefunden, um die Leitungen unterhalb der Emmer per Düker neu zu verlegen.

Folgt man Wackermanns Erläuterungen, drängt die Zeit. In den erst kürzlich angebrachten Setzmarken, mit der die Bewegungen des Bauwerks kontrolliert werden, hätten sich schon wieder Risse gebildet. „An allen Bauteilen ist Bewegung“, stellte er fest. Insgesamt habe sich die Brücke seit dem Beginn der Messungen im Jahr 2004 um vier bis fünf Zentimeter bewegt.

Das war nicht die einzige schlechte Nachricht für die Politiker. Die Erneuerung wird laut Wackermann teurer als bislang veranschlagt. Hauptsächlich wegen baulicher Änderungen in den Brückenpfeilern und den Überbauten steigen die Kosten um rund 350000 auf 2,9 Millionen Euro. Ob es dabei bleibt, fragt sich nicht nur Michael Rausch (CDU).

Beim Zeitplan ist das Vorhaben mittlerweile einen Monat im Verzug. Mitte September will der Kreis der Stadt die Einwendungen gegen die Planung vorlegen. Bis zum 25. Oktober hat die Stadt dann Zeit, sie abzuarbeiten. Dass die Planer nach wie vor von einer Fertigstellung des Neubaus erst Ende 2016 statt 2015 ausgehen, nannte CDU-Fraktionschef Udo Nacke „unverständlich“.

Unter anderem mit Fotos, die Risse an den Eckpfosten auf der Brücke zeigen, dokumentierte Lutz Wackermann den bedenklichen Zustand der Brücke.

Büro Richter



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