weather-image
Ortsbürgermeister Andreas Müller bekommt trotzdem einen Brief mit 150 Protestunterschriften

Planer schließen Hagen für Windräder aus

Bad Pyrmont-Hagen (uk). Mindestens 150 Hagener haben Grund, der Ausweisung von Vorranggebieten für den Betrieb von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Bad Pyrmont gelassen entgegenzusehen, denn Hagen fällt nach Lage der Dinge aus dieser Planung komplett heraus. Die 150 Hagener haben in einem Brief an Ortsbürgermeister Andreas Müller „große Bedenken“ gegen den Betrieb von Windrädern nördlich des Ortes geäußert. Sie befürchten die Zerstörung des Naherholungsgebietes und des vielfältigen Ökosystems sowie eine Wertminderung ihrer Häuser und damit einhergehend fehlende Altersvorsorge.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

Noch bis zum 20. November werden die Planunterlagen für die Ausw
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Doch sie rennen offenbar offene Türen ein. „Nach dem derzeitigen Stand werden bei Hagen keine Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen ausgewiesen“, machte Baudezernent Thomas Goretzki jetzt im Ortsrat Hagen deutlich. Das liegt nicht etwa daran, dass die drei infrage kommenden Flächen nicht geeignet wären, sondern daran, dass die Stadt sich bei der Suche durch ein Fachbüro nach wie vor auf zwei Flächen zwischen Baarsen und Neersen konzentriert. Denn zumindest auf der nordwestlich von Hagen liegende 2,5 Hektar großen Fläche könnten drei bis vier Anlagen verwirklicht werden, denn einige Standortvoraussetzungen sind laut Goretzki durchaus gut, und es gebe bereits Anträge von Betreibern. „Entscheidend gegen die Eignung spricht aber, das der gesamte nordwestliche Gemeindeteil bislang nicht durch Windkraftanlagen belastet ist“, betonte er. Und dabei soll es bleiben, damit das Gemeindegebiet insgesamt nicht zersiedelt wird – ein wesentliches Ziel der gegenwärtigen Planung, die der Rat am 10. Dezember beschließen soll. Rohstoffsicherung, schützenswerte Greifvögel und Naherholung sind weitere Gründe, die die Planer gegen eine Ausweisung als Vorranggebiet anführen. Die beiden südlich von Hagen liegenden Suchflächen eignen sich laut Goretzki aus mehreren Gründen nicht. Sie seien zu klein, lägen zu dicht am Wald und versprächen überdies zu wenig Wind. Die Unterzeichner des Briefes – laut Ortsbürgermeister Andreas Müller überwiegend Bewohner von „Hagen Nord“ – dürften ihren Protest hauptsächlich deswegen geäußert haben, weil ihres Wissens nach Grundstückseigentümer bereits Vorverträge mit Windenergieanlagenbetreibern geschlossen haben. „Es ist verständlich, wenn die, die damit Geld verdienen können, nichts gegen Windräder haben“, so Müller. „Ich persönlich kann hier aber gut darauf verzichten und hoffe, dass die Windkraftanlagen auf dem Berg konzentriert werden.“

Die Hagener Briefeschreiber betonen übrigens, dass sie grundsätzlich jede Form von alternativen Energiequellen befürworten – nur eben nicht nördlich von Hagen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare