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Handbuch zur energetischen Sanierung von Baudenkmalen in Detmold

Pionierarbeit geleistet

Detmold. Die Stadt Detmold hat sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten dem Klimaschutz verschrieben. Dazu gehört der konsequente Ausbau der Fernwärmeversorgung auf regenerativer Basis ebenso wie das Angebot klimaschonender Mobilität durch ein komfortables Stadtbussystem. Sparsamer Umgang mit Bauland und die Vermeidung weiterer Flächenversiegelung sind weitere Bausteine in dieser Strategie. Über das beauftragte Niedrig-Energie-Institut (NEI) berät die Stadt seit vielen Jahren Detmolder Bürger beim Energiesparen und unterstützt energetische Sanierungen von Altbauten.

veröffentlicht am 19.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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Seit dem Frühjahr 2011 verfügt Detmold auch über eine Klimaschutzmanagerin. Im Fachbereich Stadtentwicklung angesiedelt, koordiniert und betreut die Architektin Sabine Gabriel-Stahl im Team Umweltschutz und Freiraumplanung Klimaschutzprojekte. Eine nicht unbedeutende Aufgabe ist dabei auch die Beschäftigung mit der Frage, wie die wertvolle historische Bausubstanz Detmolds mit rund 700 eingetragenen Baudenkmalen und vielen sehenswerten Altbauten energetisch verbessert werden kann. „Für Eigentümer eines Baudenkmals ist in Zeiten des Klimawandels und unablässig steigender Energiepreise gerade die Modernisierung der energetisch oft wenig effizienten alten Bauten von höchster Bedeutung“, erläutert Bernd Zimmermann, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung. In Einklang gebracht werden müssen dabei die unabweisbaren Erfordernisse des Klimaschutzes – Einsparung von Energie und Verringerung von Kohlendioxid – mit den Ansprüchen an die Erhaltung eines alten, über Jahrhunderte entstandenen Stadtbildes. Hier sind intelligente Lösungen für einen angemessenen Interessenausgleich zu finden.

In dem „Handbuch zur energetischen Sanierung von Baudenkmalen im historischen Stadtkern Detmolds“ zeigen praxiserfahrene Experten, dass sich die Energiebilanz denkmalgeschützter Gebäude nachhaltig und denkmalgerecht dem Neustandard annähern lässt. Illustriert wird das an zwei für die Kernstadt typischen Baudenkmalen: einem Fachwerkhaus in der Altstadt, in dem heute die Volkshochschule ihren Sitz hat, sowie an einem für Detmold typischen Massivgebäude mit Stuckfassade.

Finanziell gefördert wurde die Untersuchung durch die beiden Bundesministerien für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit Fördermitten aus dem „Sondervermögen Energie- und Klimafonds: Nationale Klimaschutzinitiative“ im Rahmen des Modellvorhabens „Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz)“.

Das Handbuch richtet sich an Altbau- und Denkmaleigentümer und solche, die es werden möchten. Es bietet Informationen, um sich in das Thema einzulesen und sich für den optimalen Umgang mit dem eigenen Gebäude schlauzumachen. Auch einschlägig tätige Bauschaffende wie Architekten und Handwerksbetriebe können von den Untersuchungsergebnissen und Handlungsempfehlungen profitieren. „Jede Sanierungsmaßnahme an einem Gebäude, bei der nicht gründlich und gleichzeitig behutsam das energetische Einsparpotenzial betrachtet wird, ist eine verpasste Chance – für den Klimaschutz, aber zunächst für das Gebäude und die Eigentümer.

Bürgermeister Rainer Heller sprach seinen Dank allen aus, die am Zustandekommen dieses für Detmold so wichtigen Handlungskonzeptes beteiligt waren. Sie hätten Pionierarbeit geleistet. Wegen der geringen Auflage erfolgt die Abgabe des Handbuches nur in Einzelexemplaren. Es ist kostenfrei im Archiv des Rathauses im Ferdinand-Brune-Haus, Rosental 21, erhältlich. Versandkosten von 4 Euro werden erhoben bei Bestellung per E-Mail: s.gabriel-stahl@detmold.de

Viele Tipps zur Sanierung von Häusern, die unter Denkmalschutz gestellt sind, liefert das neue Handbuch zur energetischen Sanierung.



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