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Prof. Gesa Lücker gibt in der „Weltklassik“-Reihe ein rasantes Konzert auf allerhöchstem Niveau

Pianistin voller Power, Präsenz und Präzision

Bad Pyrmont. Glücklicherweise war der kleine Saal des Konzerthauses am Samstagnachmittag gut gefüllt. Denn was die Zuhörer da in der Reihe „Weltklassik am Klavier“ geboten bekamen, hatte allerhöchstes pianistisches Niveau. Gesa Lücker, die junge Professorin für Klavier in Köln, international renommiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das sie zudem erläuternd moderierte.

veröffentlicht am 07.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:21 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Unter dem Titel „Morgenlied des Narren“ stand der gesamte Nachmittag. Doch dessen Herleitung, Maurice Ravels „Alborada del gracioso“ sollte nach der Pause den Höhepunkt des Konzertes darstellen. Allerdings zeigte Gesa Lücker bereits zu Beginn in den drei Sonaten d-moll K1, h-moll K87 und C-Dur K159 von Domenico Scarlatti, mit welcher Power und Präsenz man die teilweise recht modern klingenden und mit spanischen Elementen versehenen Sonaten interpretieren kann.

Die folgende Sonate a-moll KV 310 von Wolfgang Amadeus Mozart war quasi ein Déjà-vu – hatte man sie doch erst vor weniger als zwei Wochen im großen Saal gehört, dort gespielt von Justus Frantz. Man muss nicht unbedingt vergleichen. Doch machten der härter und klarer als Frantz’ Steinway klingende Blüthner-Flügel sowie die grandios disponierte Pianistin diese von Mozart auf seiner Schicksalsreise nach Paris geschriebene Sonate mit großer Leichtigkeit und Zartheit zu einem hochklassigen Erlebnis.

Die „Drei Klavierstücke D 946“ von Franz Schubert, die jener etwa drei Monate vor seinem Tod komponiert hatte, zeigten zwar die typischen harmonischen Wendungen, doch wurden diese regelmäßig durchbrochen und enthielten im dritten Satz teils triumphierende, teils fast spirituelle Passagen.

Und dann der Höhepunkt mit Maurice Ravels „Alborada del gracioso“ und der „Pavane pour une infante défunte“, der melancholischen Pavane für eine verstorbene Prinzessin. Deutlich spanische Anklänge, rasante Läufe, überkreuzende Hände und brillante Präzision sorgten für stürmischen Applaus. Hier präsentierte sich eine Große des klassischen Klaviers – was Gesa Lücker mit einer raffinierten Liszt-Zugabe nochmals unter Beweis stellte.

Gesa Lücker freut sich im kleinen Saal des Pyrmonter Konzerthauses über stürmischen Beifall. ar



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