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Sozialministerin Cornelia Rundt spricht bei den „Sturztagen“

Pflegekräfte besser ausbilden

BAD PYRMONT. Dem vom Seniorenbeirat mit Annegret Webel, dem Agaplesion Bathildiskrankenhaus mit Chefarzt Frank Blömker und der m&i-Klinik mit Chefarzt Dr. Tilman Kiene initiierten Sturztag, der am Mittwoch mit vielen bunten Aktionen und Vorträgen in der Wandelhalle stattfand, setzte Cornelia Rundt quasi das Sahnehäubchen auf.

veröffentlicht am 22.06.2016 um 19:08 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hatte sich als Thema die „Situation von Seniorinnen und Senioren in Niedersachsen“ gewählt, und da gab es doch zahlreiche Informationen, die sich lohnten, wieder einmal ins Gedächtnis gerufen zu werden. „Gerade, wenn man in dieses Auditorium schaut, sieht man das realistische Bild einer sehr aktiven, gesunden und finanziell gesicherten Seniorenschaft mit einem hohen Bildungsgrad,“ stellte sie fest, doch verhehlte sie nicht, dass dieses Bild auch häufig ein anderes sei. Denn altersgerecht zu leben heißt auch, altersgerecht zu wohnen. „Wie fühlt man sich in seinem Wohnumfeld, wie ist die Wohnung, wenn man weniger mobil ist, wie barrierefrei muss sie sein?“ Hier räumte sie ein, dass es deutlich zu wenig altersgerechte Wohnungen gebe und dass in der Förderung besonders der ländliche Raum bisher eher vernachlässigt worden sei. Hier gebe es einen großen Nachholbedarf. So soll der soziale Wohnungsbau für altersgerechte und bezahlbare Wohnungen erheblich gefördert werden, auch die Lebensform in Alters-Wohngemeinschaften sowie die Förderung von sozialem Wohnungsbau im ländlichen Raum sollen mit mehr als 700 Millionen Euro gefördert werden. Ein Faktum, das immer mehr in den Vordergrund rückt, ist die zunehmende Zahl von Demenzerkrankten, die in Niedersachsen etwa bei 140 000 liegt. Hier benötige man, so die Ministerin, eine differenzierte Diagnostik und Hilfen, die bei der Betroffenheit einer Familie auf ein adäquates Netzwerk zurückgreifen könnten. Das stelle sich allerdings in Niedersachsen, das immerhin 580 000 Beschäftigten im Gesundheitssektor nachweisen kann, als recht schwierig dar, da man weitaus mehr als bisher in die Ausbildung von Pflegekräften investieren und vor allem den ambulanten Pflegebereich stärken müsse. „Das läuft nicht optimal,“ bedauerte Cornelia Rundt, „denn als Landesregierung können wir nicht in die tariflichen Vereinbarungen zwischen Pflegeunternehmen und Kassen eingreifen, „doch immerhin haben wir in der Ausbildung 6 Millionen Euro in die Schulgeldfreiheit für Pflegeberufe gesteckt, damit Auszubildende in dieser dringend benötigten Fachrichtung nicht auch noch selber für ihre Ausbildung zahlen müssen.“



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