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Expertise soll endlich Klarheit bringen

Pflaster-Pfusch: Dritter Gutachter hat jetzt das Wort

Bad Pyrmont (jl). Seit Jahren beschäftigt er die Gerichte: der Pflaster-Pfusch in der Pyrmonter Brunnenstraße. Und die Frage, wer die Sanierung der 2003 überholten Fußgängerzone zahlen muss, weil er die Verantwortung für schwimmende, kippelnde und bröckelnde Platten trägt, ist noch nicht beantwortet.

veröffentlicht am 23.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:41 Uhr

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Aktuell steht das Ergebnis eines neuerlichen Gutachtens zur Beschaffenheit des Untergrunds aus. Daran arbeitet der vom Oberlandesgericht Celle bestellte Braunschweiger Experte Prof. Dr.-Ing. Johann Buß nun auch schon seit einigen Monaten. Aber demnächst dürfte er fertigwerden, hofft man im Rathaus – damit das leidige Thema möglichst noch in diesem Jahr abgehakt werden kann und die Stadtverwaltung weiß, woran sie ist. Das heißt: Mit wie viel Schadenersatz sie von wem rechnen kann und wie viel sie selbst zubuttern muss. Den Sanierungsaufwand hatte ein Experte schon vor Jahren auf Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Ursprünglich glaubten alle Beteiligten, es würde genügen, wenn der Gutachter sich durch die Stellungnahmen der Stadt sowie des in erster Instanz 2009 verurteilten Architekten und des damals freigesprochenen Pyrmonter Bauunternehmers liest. Doch dann gab es im Mai wieder einmal einen Ortstermin mit Boden-Test, den dritten in fünf Jahren. Diesmal untersuchten die Fachleute den Untergrund nach Probeschachtungen an vier Stellen der 2003 für 1,4 Millionen Euro sanierten Fußgängerzone. „Nun hoffen wir auf ein baldiges Urteil oder einen für die Stadt akzeptablen Vergleich auf Basis des ersten Urteils“, sagt Bauverwaltungsamtsleiter Hans-Joachim Böhnke, in dessen Abteilung der Fall mittlerweile fast ein Dutzend Aktenordner füllt.

Und auch Stadtkämmerer Eberhard Weber hofft, „dass wir noch in diesem Jahr zum Ende kommen“. Denn erst dann wird er wissen, wie viel Geld er für die Sanierung 2012 einplanen muss.

Im Dezember 2009 war der für die Planung der Flaniermeile verantwortliche Architekt Karl-Peter S. zur Zahlung eines Kostenvorschusses in Höhe von 600000 Euro an die Stadt Bad Pyrmont verurteilt worden. Denn das Landgericht sah ihn in der Verantwortung für die Schäden, weil er den Unterbau vor dem Pflastern nicht gründlich genug geprüft hatte. Doch der Planer legte Berufung ein.

Bis der Prozess ausgestanden ist, werden die Mitarbeiter des Bauhofs immer wieder ausrücken und das Brunnenstraßen-Pflaster reparieren müssen. Hans-Joachim Böhnke: „Die Kosten dafür werden erfasst. Aber noch haben wir niemanden, dem wie sie in Rechnung stellen können.“

Pflaster-Austausch in der Brunnenstraße: Wieder einmal muss Ludwig Hilmer einen kippelnden, angeschlagenen Stein reparieren, damit sich kein Passant verletzt. Foto: jl



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