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Beim Abschied in der Stadtkirche wird das Wirken des Geistlichen gewürdigt

„Pastor Müller war ein Brückenbauer“

Bad Pyrmont. „Es war eine schöne Zeit“, sagt Pastor Hans-Christian Müller (65) über sein 14-jähriges Wirken in der evangelischen Stadtkirchengemeinde. Geschwisterliche Verbundenheit mit den Pastoren der anderen Pyrmonter Gemeinden und ein vertrauensvolles Miteinander im ökumenischen Arbeitskreis und mit der jüdischen Gemeinde hätten diese Jahre wesentlich geprägt, betonte der Geistliche sichtlich bewegt am Ende seiner Abschiedsfeier, der ein Gottesdienst in der Kirche vorausgegangen war.

veröffentlicht am 21.12.2015 um 14:12 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Karin heininger
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Nicht alles vom Dienst eines Pastors werde für die Gemeinde sichtbar, vieles geschehe im Verborgenen, „doch die Früchte seines Wirkens werden spürbar“, betonte Dietmar Adler, der als stellvertretender Superintendent und zugleich als Studienfreund Müller verabschiedete. Bevor er ihm die Urkunde von Landesbischof Ralf Meister überreichte und ihm den Abschiedssegen spendete, würdigte Adler Müllers Lebensweg – vom christlichen Elternhaus, das ihn geprägt habe, über Studium und Ordinierung (1983) bis zu seinem Wirken in Bad Pyrmont „als Seelsorger, Begleiter der Gemeinde in guten und schweren Tagen, als Sänger im Kirchenchor, Mitglied im ,Arbeitskreis 27. Januar‘ und im ökumenischen Arbeitskreis sowie als Brückenbauer zu anderen Religionen“.

Adler kommentierte auch die seelsorgerische Situation in Bad Pyrmont. „Unglückliche Umstände haben zu der Vakanz in Holzhausen geführt, doch nun tut sich was in der Angelegenheit, es wird weitergehen“, verhieß der Geistliche, ohne sich auf nähere Fakten einzulassen. Auch Bürgermeister Klaus Blome schnitt dieses Thema in seinem Grußwort an. „Als Pastor Müller hier begann, gab es eine reine Männergruppe von fünf Pastoren, jetzt sind es zwei Pastorinnen. Aber die Gemeinden sind zusammengerückt und haben ihre Kräfte gebündelt. Und Pastor Müller hat die Fusion zum Gemeindeverband gut mit vorbereitet“, betonte Blome, der auch Müllers Wirken in der Ökumene und „seinen guten Draht“ zur jüdischen Gemeinde hervorhob.

Dafür übermittelte auch deren Vorsitzende Klara Behnke Dank und Anerkennung, Isaak Katz überreichte ein „seltenes Foto“ (Pyrmont im Schnee), und der Chor der Gemeinde sang einige bewegende Lieder. Wie gut sich auch die Kooperation mit der reformierten evangelischen Pyrmonter Gemeinde gestaltete, machte deren Pastorin Sophia Sander klar.

Viele Jahre hat Elke Platzer als Kantorin mit Hans-Christian Müller zusammengearbeitet, entsprechend persönlich waren ihre Abschiedsworte. So wie auch das Lied, das der ökumenische Arbeitskreis dem scheidenden Pastor sang. Die Kollegen schenkten ihm eine Wanderkarte der Gegend um Göttingen, seiner neuen Heimat. Bettina Burkhardt: „Da bekommt das Lied ,Das Wandern ist des Müllers Lust‘ doch eine ganz neue Bedeutung.“

Bevor sich Pastor Müller aus Bad Pyrmont endgültig verabschiedet, hat er in der Stadtkirche noch zwei Einsätze an Heiligabend – um 16 Uhr beim Weihnachtsspiel und um 18 Uhr bei der Christvesper.



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