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In Anzio feierte Delegation aus Bad Pyrmont das 60-jährige Bestehen der Verbindung ihren beiden Städte

Partnerschaft erneuert und besiegelt

ANZIO. Was für eine Feierstunde in dem herrschaftlich mit Deckengemälden geschmückten Ratssaal in der Villa Sarsina, dem repräsentativen Rathaus Anzios! Der Raum war komplett besetzt, als hier am Samstagabend die Bürgermeister Candido De Angelis (li.) und Klaus Blome die Städtepartnerschaft erneuerten und besiegelten.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 14:24 Uhr
aktualisiert am 07.04.2019 um 15:10 Uhr

Die Bürgermeister Candido De Angelis (li.) und Klaus Blome unterzeichnen Urkunden, mit denen die Städtepartnerschaft zwischen Bad Pyrmont und Anzio erneuert wurde. Die Urkunde von 1958 lag dabei auf dem Tisch. Foto: Ti
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Klaus Titze Reporter
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In den Reihen, die ansonsten den Ratsmitgliedern vorbehalten sind, waren auch Senioren, die an der Vertragsausgestaltung und Unterzeichnung 1957 und 1958 mitwirkten. Und es waren Teilnehmer der ersten Jugendaustausche zwischen Bad Pyrmont und dem italienischen Anzio dabei, wo am Wochenende das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft gefeiert wurde. Einige von ihnen konnten ihre Bekannten aus Anzio von damals in ihre Arme schließen.

Marianne Weiland hielt als Vorsitzende des Pyrmonter Städtepartnerschaftsvereins ihre Rede auf Italienisch. Sie bezeichnete die anwesende Jugend als den Baum, der die Partnerschaft mit zahlreichen neuen Blättern weiter wachsen lassen kann.

Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome, ganz formell mit Amtskette, erinnere an den Januar dieses Jahres, als er gemeinsam mit dem Bürgermeister von Anzio, Candido De Angelis, die vielen Soldatenfriedhöfe in der Umgebung der Stadt besucht hatte. Er wünschte sich, unbedingt an dem so erfolgreichen Jugendaustausch gemeinsam festzuhalten. De Angelis bestätigte Blomes Sichtweise, dass die hier bestatteten deutschen Soldaten Opfer eines Krieges waren und nicht Gegner. Dies sei wichtig, auch im Hinblick auf das zukünftige Europa. Unter großer Aufmerksamkeit unterschrieben dann beide Bürgermeister Urkunden, mit denen die Städtepartnerschaft erneuert und besiegelt wurde.

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Feierstunde im Ratsaal Anzios: Der gemischte Chor „corale polifonica città di Anzio“ wurde zeitweise von Sängerinnen aus Bad Pyrmont unterstützt. Foto: ti

Der gemischte Chor „corale polifonica città di Anzio“, zeitweise unterstützt von Sängerinnen aus Bad Pyrmont, verkündete anschließend ein lautstarkes „Gloria“, einen beeindruckenden „Gefangenenchor“ aus Verdis Nabucco, und auch die Europahymne fehlte nicht.

Viele Gastgeber begaben sich anschließend mit ihren deutschen Gästen in ein Restaurant, in dem man gemeinsam bis in die Nachtstunden die erneuerte Freundschaft ausgiebig und fröhlich besang und feierte.

Zuvor hatte es am Freitag für die Pyrmonter eine anstrengende aber interessante Erkundung Roms gegeben. Für die müden Füße gab es anschließend kaum Erholung. Zumindest mussten sie sich beeilen, um rechtzeitig am Hafen von Anzio zu sein, um eine Boots- und Hafenmesse zu eröffnen. So ganz pünktlich schafften sie es aber nicht. Offenbar hatte man sich zu Herzen genommen, was Bürgermeister De Angelis bei der Begrüßung gesagt hatte. In Deutschland sage man „um“ und meine damit eine genaue Uhrzeit, in Italien meine man in der Regel nur eine ungefähre Uhrzeit.

Im „Istituto Scolastico Virgilio“, vergleichbar mit einer Gesamtschule in Deutschland, hatten die Gäste anschließend Anlass zum Staunen. Zwei junge italienische Schüler sangen und spielten, einer von ihnen schaffte es, eine Ziehharmonika auf seinem Kopf liegend zu spielen. Wie die beiden Schüler forderte ein großes Jugendorchester des Liceo Musicale Chris Chappel die Anwesenden immer wieder zu Jubelstürmen heraus.

Besonders glücklich über ein Wiedersehen waren die erst einen Tag später angereisten Jugendlichen aus Bad Pyrmont, da ihre italienischen Freunde, die sie im vergangenen Oktober in Bad Pyrmont hatten kennenlernen können, spontan zu diesem Abend hinzukamen. Sie bleiben noch bis zum 15. April, während die Erwachsen am heutigen Montag die Rückreise nach Deutschland antreten.



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