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Städtepartnerschaftsverein blickt optimistisch in die Zukunft / Neues Projekt für junge Menschen

Partner in Bewegung

Bad Pyrmont. Zufrieden schauen beide aus, haben sie doch aus dem vergangenen Jahr schöne Erinnerungen an Ereignisse mit Bad Pyrmonter Partnerstädten. Während Bürgermeister Klaus Blome interessiert in dem Journal „Vierklang“ des Vereins blättert und sich vor allem den Besuch in Bad Freienwalde anlässlich des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums bildlich vor Augen führt, weiß Marianne Weiland darüber hinaus von einer Vielzahl von Begegnungen und manchmal auch kleinen Höhepunkten zwischen den vier Partnerstädten zu berichten.

veröffentlicht am 28.12.2015 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Besonders hervorzuheben ist dabei der seit Jahren beständig durchgeführte Jugendaustausch mit Anzio. In den Nachtreffen mit den Jugendlichen werde oft genug die Intensität und Sinnhaftigkeit dieser Jugendbegegnung deutlich, die ihnen das Kennenlernen der anderen Kultur ebenso ermöglicht wie das Finden neuer und enger, zum Teil familiärer Gemeinschaften. „Es ist inzwischen wie ein Besuch bei Verwandten, so vertraut ist uns die Gemeinsamkeit mit der italienischen Partnerstadt“, kommentiert die Vorsitzende des Vereins.

Gerade in der heutigen Zeit, in der ein Trend eher zur nationalen Abschottung als zur solidarischen Unterstützung in den europäischen Ländern festgestellt werden könne, sei es unverzichtbar, einen Austausch zwischen Menschen innerhalb Europas zu intensivieren. Dabei könne es auch hilfreich sein, auf die Netzwerke der Partnerstädte zurückzugreifen. Man müsse also nicht selbst neue Partnerverträge ins Auge fassen. Dabei schaue sie beispielsweise auf die Stadt im Oderbruch mit ihren Verbindungen nach Polen oder Anzio mit einer Partnerschaft zu Zypern.

Doch das seien eher einen weiten Rahmen umfassende Gedanken. Konkreter werde es nach den Vorstellungen der Vereinsvorsitzenden, wenn man sich die Vorhaben für das kommende Jahr anschaue. In Bad Freienwalde werde Anfang Juli das 750-jährige Stadtjubiläum gefeiert. Hierzu sei geplant, mit einer Delegation an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Unabhängig davon gebe es darüber hinaus sicherlich auch wieder Gelegenheiten eines Gegenbesuchs in Bad Pyrmont, möglicherweise auch wieder musikalischer Art mit dem Jugendorchester Endrik Salewskis.

In Bad Pyrmont wird sich vom 20. bis 27. Mai wieder eine Reihe Künstler aus allen Partnerstädten treffen, um gemeinsam im Palmenhaus auszustellen. Hierfür zeichne organisatorisch wieder der Verein „Brückenschlag“ verantwortlich, wie Weiland ergänzt. Zuvor würden zwei Künstler aus Bad Pyrmont an der Kunstmesse in Heemstede teilnehmen. Heemstede sei auch im Fokus mit dem Vorhaben, am 27. April den „Königstag“ mitzufeiern. Ideal sei es, mit einem Informationsstand und der Verbindung über die „kostümierte Emma“ zu dem niederländischen Königshaus Werbung für die partnerschaftliche Verbindung zwischen Bad Pyrmont und Heemstede zu machen. Dies könne durch eine musikalische Beteiligung verstärkt werden, beispielsweise durch eine Chorbegleitung oder durch die Musikschule. Hierzu ständen allerdings noch Abstimmungsgespräche an, räumte Weiland ein. Hellhörig geworden konnte sich Blome nicht den lächelnden Hinweis verkneifen, dass ihn diese Reise sehr interessieren würde, zumal auch sein Besuch in der Partnerstadt Heemstede ja noch ausstehe.

Neben dem bereits traditionellen Jugendaustausch, für den bereits die Werbung angelaufen ist (Bericht auf dieser Seite), gebe es speziell in Richtung Anzio ein neues Projekt, dass nebenher junge Menschen themenbezogen zur gemeinsamen Arbeit und Erfahrung führen soll. Dabei gehe es um Recherchen zu Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges und damit im Zusammenhang stehenden geschichtlichen Ereignissen, der Arbeit auf Kriegsgräberstätten, dem Aufsuchen von Gedenkstätten, dem Erstellen von Dokumentationen bis hin zu Diskussionen mit Europapolitikern über die aktuelle Situation in dieser Staatengemeinschaft.

Dazu werden sich im kommenden Jahr Jugendliche aus Anzio mit Betreuern von Ende April bis Anfang Mai in Bad Pyrmont aufhalten und Jugendliche aus Bad Pyrmont von Ende Oktober bis Anfang November den Gegenbesuch in Anzio unternehmen. Details hierzu gebe es allerdings erst, wenn die Förderung vertraglich gesichert sei, betonten der Bürgermeister Klaus Blome und die Vorsitzende Marianne Weiland übereinstimmend.



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