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Zwei Einsätze hintereinander

Panische Katze, verkohlter Kohl - Feuerwehr in Action

BAD PYRMONT. „Herd ausschalten!“ – so eine Notiz dürfte sich wohl eine Familie aus Holzhausen an die Tür kleben. Am Donnerstag verhinderte die Feuerwehr, dass sich aus den verkohlten Krautwickel-Resten im Topf Schlimmeres entwickelte. Eine Katzenrettung in der Nähe hatten einige der Einsatzkräfte da gerade hinter sich.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 17:40 Uhr

Erledigt: Zwei Feuerwehrleute in Atemschutzausrüstung verlassen den Einsatzort nach getaner Arbeit. Fotos: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Wer nach Haus zurückkommt und eine aufgebrochene Wohnungstür vorfindet, hat in der Regel keinen Anlass zum Aufatmen. Anders eine Familie aus dem zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Worthdrift in Holzhausen: Die Bewohner hatten vor dem Verlassen ihrer Wohnung vermutlich irgendwann am Donnerstagmittag ganz offensichtlich vergessen, den Herd auszuschalten. Als das verkohlende Essen in einem großen Topf voller Krautwickel zu qualmen begann, sprang der Rauchmelder an. Eine Nachbarin aus dem Haus hörte das Piepen, roch das Malheur und setzte einen Notruf ab. Nach dem Aufbrechen der Wohnungstür ging dann alles ganz schnell: Die mit 20 Einsatzkräften aus Holzhausen und sechs Leuten samt Drehleiter aus Bad Pyrmont angerückten Feuerwehrleute bannten die Gefahr, ehe Schlimmeres passieren konnte. Löschen mussten sie nicht. Es genügte, bei geöffnetem Fenstern den Hochleistungslüfter anzuwerfen, um den Gestank des verkohlten Kohls aus dem Gebäude zu vertreiben. Inklusive Aufräumen dauerte der Einsatz laut Holzhausens Ortsbrandmeister Mario Lis etwa eine Stunde lang. Die betroffene Familie erfuhr von dem Einsatz erst bei ihrer Rückkehr. Da es aus dem gekippten Küchenfenster nur relativ wenig qualmte, hatten Polizei und Feuerwehr zu Einsatzbeginn darauf, Menschen aus den anderen fünf Wohnungen des Gebäudes zu evakuieren.

Für die Drehleiter-Besatzung der Feuerwehr war es der zweite Einsatz binnen einer Stunde. Zuvor galt es, am Oberen Weg eine vollkommen verängstigte Katze in mehr als zehn Metern Höhe aus den Ästen eines Baumes zu befreien.

Noch sitzt Katze „Lulu“ in mehr als zehn Metern Höhe im Baum. Foto: jl
  • Noch sitzt Katze „Lulu“ in mehr als zehn Metern Höhe im Baum. Foto: jl
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