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Diesmal soll auch ein hydrogeologisches Gutachten berücksichtigt werden / Anlieger sind misstrauisch

Palais-Pläne werden erneut ausgelegt

Bad Pyrmont. Der Neubau eines Palais am Altenauplatz wird in Kreisen einer Reihe von Anliegern sehr kritisch gesehen. Zahlreiche Stellungnahmen im Zuge einer Auslegung der Planunterlagen belegen das. Diese Auslegung wird nun auf Veranlassung der Stadt wiederholt. Dabei spielt ein Gutachten eine Rolle.

veröffentlicht am 15.04.2016 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

VON HANS-ULRICH KILIAN
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ad Pyrmont. Die Unterlagen für den Bau eines Stadtpalais am Altenauplatz werden im Zuge der Bauleitplanung erneut ausgelegt. Dabei sollen – anders als bei der ersten Auslegung – auch die Ergebnisse eines hydrogeologischen Gutachtens zu den Folgen der vorgesehenen Bodeneingriffe berücksichtigt werden. Das hat Baudezernent Matthäus Schmidt auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt.

Die von dem Lügder Unternehmer Dieter Hilpert aus Belle beauftragten Planer hatten das nicht für notwendig befunden, sondern das erst für den zweiten Schritt bei der Genehmigung des mehrgeschossigen Gebäudes vorgesehen. Dafür wäre ein Gutachten ohnehin notwendig. Doch die Stadt entschied anders, nicht zuletzt auch, weil es zahlreiche kritische Stellungnahmen von Anliegern im Zuge der ersten Auslegung gegeben hat. Die machen sich wegen massiver Eingriffe in den Untergrund für den Bau einer Tiefgarage Sorgen um die Heilquellen, ihre Gebäude und nicht zuletzt um das Aussehen des Platzes. Ein eigens eingerichteter Arbeitskreis hat sogar einen Wünschelrutengänger losgeschickt, der zahlreiche Wasseradern im Untergrund entdeckt haben will. „Alle diese Einwände werden sorgfältig abgewogen, denn das Verfahren muss rechtssicher sein, das ist unser Maßstab“, begründet Bürgermeister Klaus Blome, warum die Stadt eine um das Gutachten ergänzte Auslegung veranlasst habe.

„Das Gutachten ist fertig und wird zurzeit von uns gemeinsam mit dem Landkreis überprüft“, erläutert der Baudezernent den Stand der Dinge. Welche Aussagen das von Dr. Axel Rogge – einem ausgewiesenen Experten der Pyrmonter Quellensituation –erstellte Gutachten treffe, wollte Schmidt unter Verweis auf die erst in zwei oder drei Wochen tagende Antragskonferenz mit allen beteiligten Behörden und dem Staatsbad Pyrmont nicht sagen. „Danach starten wir die vierwöchige Auslegung im Rathaus.“ Alle Einwände, so versicherte der Baudezernent, kämen in einer öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses zur Sprache. „Das ist ein völlig transparentes Verfahren nach dem Baugesetzbuch“, versichert er, betont aber auch, dass es Ziel sei, die Pläne des Bauherren umsetzen zu können, die zwischenzeitlich ohnehin überarbeitet worden seien, auch was die Bautiefe angehe. „Das Risiko für die Heilquellen muss dabei natürlich gegen Null gehen.“ Dass dies so ist, davon geht Kurdirektor Maik Fischer ohnehin aus. Zudem begrüße er die Neubaupläne Hilperts ausdrücklich. .

Laut einer ersten Einschätzung aus dem Baudezernat ist der Neubau, der als Ersatz für die abrissreifen Häuser „Rieth“ und „Kurhaus am Park“ entstehen soll, eines der schwierigsten Bauvorhaben in Bad Pyrmont der letzten Jahre. Schmidt erklärt, warum. „Das Gebäude ist relativ groß, schwer und es geht in die Tiefe“, sagt er.

In den Kreisen der Kritiker herrscht deshalb tiefes Misstrauen. „Unsere größte Sorge ist die Verdrängung von Grund- oder auch Quellwasser in Kellerräume und Fahrstuhlschächte“, heißt es in einem von 40 Absendern unterschriebenen Brief an den Bürgermeister, das Bauamt und alle Ratsfraktionen. Bereits bei den Erkundungsarbeiten seien neue Risse im Haus Altenaustraße 8 festgestellt worden, darum vermute man, dass es eine Verbindung zwischen Altenaustraße und Altenauplatz gebe.



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