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Glückspilze knacken „Cash Express“

Paderborner Paar gewinnt in Bad Pyrmont 115 839 Euro

BAD PYRMONT. Für ein Ehepaar aus dem Kreis Paderborn hat sich der Besuch in der Pyrmonter Spielbank gelohnt: Mit etwa 5 Euro Einsatz an einem „Cash Express“-Automaten knackten die beiden den Jackpot aus acht zusammengeschlossenen Slotmaschinen. Seither hat das Paar 115 839 Euro mehr auf dem Konto.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 21.02.2018 um 18:44 Uhr

An diesen Automaten hat der Zufall ein Ehepaar zu Glückspilzen gemacht. Der Einsatz der Paderborner lang laut Casino bei etwa 5 Euro. Foto: SPIELBANKEN NIEDERSACHSEN GMBH/pr
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Der Betrag ist übrigens die bisher höchste Gewinnsumme, die die achtteilige Anlage in Bad Pyrmont zusammen ausspuckte. Was allerdings nicht wörtlich zu nehmen ist, wie die Marketing-Frau der niedersächsischen Spielbanken, Cornelia Menke, auf Anfrage erklärt. „Auch, wenn das in Filmen toll aussieht – aber solche Beträge purzeln nicht in Münzen aus dem Automaten.“ Die Realität ist weniger spektakulär: „Der Automat blockiert, und die Gäste gehen zur Kasse, weil sie denken, es sei was kaputt.“ Hat das Gerät – wie beim Siegerpaar vom vergangenen Samstag – ausgeschüttet, dann bekommen die Glückspilze ihre Gewinnmitteilung. „Die Freude war natürlich riesengroß“, berichtet Menke weiter. „Die Gäste feierten die ganze Nacht an der Bar in der Spielbank.“

Viel mehr über das Gewinner-Paar gibt Menke aus Datenschutzgründen nicht preis. Aber so viel dann doch: „Beide sind um die 60, weder arm noch reich und waren bereits ein paar Mal in der Pyrmonter Spielbank zu Gast.“

Natürlich verließen die beiden das Casino dann nicht mit einem Koffer voller Geld. „Das ist schon seit Langem nicht mehr üblich“, sagt Menke. Sie kann sich allerdings noch an andere Zeiten erinnern: „Vor vielen Jahren mussten Mitarbeiter der Spielbank Bad Bentheim einmal mitten in der Nacht Geld von der Bank abheben, weil ein Glückspilz seinen Gewinn in bar mitnehmen wollte.“ Aus Sicherheitsgründen scheidet diese Möglichkeit inzwischen aus.

Völlig untragbar wäre es, so einen Gewinn in Münzen einzusacken: „In 50-Cent-Stücken würden die 115 839 Euro 1807 Kilo wiegen“, errechnet die Spielbanken-Sprecherin.

Seit vergangenem Sonntag haben andere Casinobesucher den „Cash Express“-Jackpot nun schon wieder auf rund 15 000 Euro angefüttert. Und Menke verheißt: „Mit einem Einsatz von 50 Cent kann er geknackt werden.“ Die Gewinnchance lasse sich indes nicht angeben, denn das Auslösen des Jackpots unterliege dem Zufallsprinzip. Aber, immerhin: Die Auszahlungsquote der „Cash Express“-Automaten betrage 92 Prozent.

Der „Niedersachsen-Jackpot“, der sich aus Spieleinsätzen in allen zehn Casinos im Lande speist, ist derweil noch praller gefüllt: Stand Mittwochabend mit 542 010 Euro. „Und auch er kann bei uns geknackt werden“, sagt Bad Pyrmonts Spielbankleiter Gerald Hermsen. Denn fünf der zu diesem Gewinntopf zusammengeschlossenen insgesamt 56 Automaten stehen im Casino der Kurstadt.

Der letzte Gewinn dieser Art liegt hier drei Jahre zurück. 2015 konnte ein damals 50 Jahre alter Casino-Stammgast aus dem Lippischen einen Scheck über 633 870,37 Euro mit nach Hause nehmen.

Erfreulich für die Glückspilze: Damals wie heute sind solche Gewinne steuerfrei. Allerdings: Hartz-IV-Bezieher müssen ihre Gewinne als Einkünfte beim Amt angeben. Das hat das Bundessozialgericht 2016 entschieden. Die Leistungen werden dann entsprechend gekürzt (Az.: B4 AS 41/15 R).

Wer Bad Pyrmonts Spielbank besuchen will, braucht übrigens ein wenig mehr als die 50 Cent Mindesteinsatz: Der Eintritt kostet 3 Euro. Der Zutritt ist ab 18 Jahren möglich, und zum Einchecken ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass nötig. Sakko und Krawatte indes können zu Hause hängenbleiben-



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