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Die Musik hat sie verbunden

Otto Dohse trauert um seinen Freund Gunter Gabriel

BAD PYRMONT. Die Nachricht vom Tod seines Freundes hat Spelunken-Wirt Otto Dohse tief getroffen. Seit den 80er Jahren ist die Schlager- und Country-Legende Gunther Gabriel immer wieder bei ihm zu Gast gewesen, um Musik zu machen. „Es waren schöne, unvergessliche Stunden“, die wir miteinander verbracht haben, erzählt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

veröffentlicht am 23.06.2017 um 16:10 Uhr
aktualisiert am 23.06.2017 um 16:53 Uhr

Gunter Gabriel (li) und Otto Dohse bei einem gemeinsamen Auftritt im Jahr 2010 im damaligen Hotel „Bergkurpark.“ Foto: rr
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Am Donnerstag ist Gunter Gabriel in einem Krankenhaus in Hannover verstorben, einen Tag vor seinem 75. Geburtstag. Otto Dohse hatte versucht, ihn am 11. Juni anzurufen, um ihm zu gratulieren, doch da war sein Freund schon im Krankenhaus, was er nicht wusste. Seit den 80er Jahren kannte er den Sänger, der damals Patient der Klinik Buchinger war und seinen Aufenthalt in Bad Pyrmont nutzte, die Spelunke zu besuchen, um dort mitzusingen. „Wir haben uns auf Anhieb verstanden“, sagt Dohse. „In unseren Gesprächen ging es immer nur um Musik. Musik war sein Leben, Musik ist mein Leben.“ Auch mit der Musik seines Freundes kann der 85-Jährige etwas anfangen und nennt den Hit „Komm‘ unter meine Decke“ sein Lieblingslied. Weniger gefallen hat ihm dagegen, dass der Sänger im vergangenen Jahr ins RTL-Dschungelcamp eingezogen war.

Gunter Gabriels Ton war rau, seine Sprüche derb „und sicherlich gewohnheitsbedürftig“, meint der musizierende Gastwirt auf die Frage, ob er mit der Charakterisierung „sympathisches Großmaul“ etwas anfangen könne. Und er versichert: „Ich habe Gunter als herzensguten Menschen kennengelernt.“ Wenn das nicht so gewesen wäre, hätte er kein besonderes Lied für ihn geschrieben. Es trägt den Titel „Remember Harry“, mit dem Otto Dohse an seinen von den Nazis im Konzentrationslager umgebrachten Bruder Harry erinnern möchte. Gabriel sollte es bei seinem nächsten Besuch im August singen. „Seine sonore Stimme hätte gut zu diesem traurigen Lied gepasst. Doch daraus wird nun nichts mehr“, sagt er.



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