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Beim Frühlings- und Ostermarkt

Osterhasen und Klomützen

BAD PYRMONT. Proppevoll war es am Sonntag in der Pyrmonter Fußgängerzone beim Frühlings- und Ostermarkt der Werbegemeinschaft. 40 Ständen warteten auf die Besucher, das Angebot reichte von Osterhasen aus Stroh bis zu gehäkelten Klomützen.

veröffentlicht am 09.04.2017 um 16:13 Uhr

Sonntagnachmittag in der Brunnenstraße: So voll war es lange nicht in der Fußgängerzone von Bad Pyrmont. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Auch wenn der Frühling beim Markt auf der Brunnenstraße etwas spärlich vertreten ist – nur der Stand Blumen-Bicker aus Elbrinxen lockt mit frischen bunten Frühblühern und Pflanzen –, so ist es keineswegs langweilig zwischen den 40 Ständen beim Frühlings- und Ostermarkt. Neben hier schon vertrauten Anbietern gibt es auch einige „Neue“ in der Riege der Verkäufer.

„Ich bin nicht nur Schuhputzer, sondern auch Psychologe“, sagt Helmut Göttlich aus Hannover, der mit gesundem Selbstbewusstsein ebenso glänzt wie mit den frisch gewienerten Schuhen seiner Kunden. Während er die sportlichen Treter von drei Kurgästen aus dem Emsland mit seiner Creme „Göttliche Lederpflege“ verwöhnt, erzählt er pausenlos aus seiner aufregenden Biografie, die ihn schon mit Promis aller Art zusammen gebracht habe. „So, Engelchen, jetzt bis zu dran“, nimmt er dann die nächste Kundin ins Visier.

Nebenan sitzt eine Anbieterin, die mindestens ebenso viel zu erzählen hat. Ihre originellen gehäkelten Klorollen-Schoner vertreibt Astrid Rickus aus Bad Münder bis nach Kanada, wo sie in einem Hotel angeboten werden, wie sie berichtet. „Mein Vater war Schiedsrichter, daher kenne ich alle Vereine“, erklärt sie die Vielfalt ihrer speziellen Produkte: Vom FC Bayern bis Schalke 04 hat sie für alle Fans die richtige Klomütze. In ihrer Sammlung sind aber auch tierische Kreationen von der Schnecke bis zum Elefanten.

Zeigt her Eure Schuhe: Helmut Göttlich sorgt für sauberes Schuhwerk und pausenlose Monologe. Foto: Hei
  • Zeigt her Eure Schuhe: Helmut Göttlich sorgt für sauberes Schuhwerk und pausenlose Monologe. Foto: Hei
Astrid Rickus häkelt, was das Zeug hält: Mit Tieren wie Elefant und Nilpferd und mit Fußball-Motiven verkleidet sie Clorollen. Foto: Hei
  • Astrid Rickus häkelt, was das Zeug hält: Mit Tieren wie Elefant und Nilpferd und mit Fußball-Motiven verkleidet sie Clorollen. Foto: Hei
Ein Huhn für ihre Sammlung hat Monika Schwambach (re) am Stand der Pyrmonterin Ruth Lowin entdeckt. Foto: Hei
  • Ein Huhn für ihre Sammlung hat Monika Schwambach (re) am Stand der Pyrmonterin Ruth Lowin entdeckt. Foto: Hei

Eine ganze Menagerie hat auch Ruth Lowin auf der Mauer drapiert. Seit 45 Jahren ist sie als Tagesmutter tätig, berichtet die Pyrmonterin. All die niedlichen Teile, vor allem Teddys, die sie im Laufe der Jahre für „ihre“ Kinder gebastelt hat, haben die Kids ihr beim Erwachsenwerden zurück gegeben, und nun möchte sie auch anderen damit eine Freude machen. Das gelingt ihr auf der Stelle, als Monika Schwambach aus Wiesbaden ihren Stand besucht. Sie ist als Kurgast in einer Pyrmonter Klinik und sammelt leidenschaftlich Hähnchen und Hühnchen in jeder Größe. „Und ausgerechnet hier auf dem Pyrmonter Ostermarkt entdecke ich ein ganz niedliches Huhn aus Keramik!“, sagt sie voll Begeisterung. Kein Wunder, dass sie den Markt „einfach super“ findet.

Und da ist sie offensichtlich nicht allein: Wo immer man sich an diesem Wochenende auf der Brunnenstraße umhört: Kurgäste sind reichlich vertreten und meist voll des Lobes über das umfangreiche Angebot: Viele Hasen und Lämmchen aus unterschiedlichen Materialien, duftende Seifen und interessante Gewürze, Tupperware und Bunzlauer Keramik, dazu Leckerbissen von süß bis pikant. Und natürlich ist auch ein Gemüseschneider dabei, der vor Ort demonstriert, wie mit flinken Fingern und einem einfachen Mechanismus die Möhren und Zucchini zerkleinert werden. Schon zum dritten Mal hat Rudolf Gildner aus Köln hier seinen Stand. „Das ist mein Lieblingsmarkt, weil ich mir hinterher immer gern die Gegend im Weserbergland angucke. Morgen will ich zum Beispiel noch zur Hämelschenburg“, erzählt er, während er einer Pyrmonter Kundin seine zerschnippelten Reste in eine Tüte packt. „Davon kannst du noch eine leckere Gemüsesuppe kochen!“

Und dann kommt Sonntagmorgen der erste Spargel! Direkt aus Nienburg, und Emin Yildirim zeigt den vielen Interessenten, die seinen Stand umlagern, wie er die Stangen blitzschnell mit der Maschine schält. Zehn Kilo kauft Familie Hanke aus Peine, die in Bad Pyrmont eine Zweitwohnung hat und nicht genug kriegen kann von ihrem Lieblingsgemüse, das sie teilweise einfriert.

Bei herrlichem Sommerwetter ist es am Sonntag rappelvoll in der Brunnenstraße – sicher auch zur Freude der Geschäftswelt, die ihre Läden geöffnet hat.

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