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Ortsvorsteher wollen keine Straßenreinigung

Eichenborn (mar). Sollen in Zukunft aus Gründen der Gerechtigkeit auch in den Pyrmonter Bergdörfern die Straßen alle vier Wochen mit der Kehrmaschine gereinigt werden und die Anlieger dafür Gebühren bezahlen, wie es auch in der Kernstadt und den Ortsteilen gehandhabt wird? Wer die Ortsvorsteher als Vertreter der Dorfbewohner fragt, der bekommt eine klare Antwort: Nein!
 Das jedenfalls haben die drei

veröffentlicht am 26.04.2010 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

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Eichenborn (mar). Sollen in Zukunft aus Gründen der Gerechtigkeit auch in den Pyrmonter Bergdörfern die Straßen alle vier Wochen mit der Kehrmaschine gereinigt werden und die Anlieger dafür Gebühren bezahlen, wie es auch in der Kernstadt und den Ortsteilen gehandhabt wird? Wer die Ortsvorsteher als Vertreter der Dorfbewohner fragt, der bekommt eine klare Antwort: Nein!
 Das jedenfalls haben die drei Ortsvorsteher aus Großenberg und Baarsen, Dirk Wöltje (CDU), Werner Mergel (CDU) und Paul von der Heide (SPD) deutlich gemacht, die sich jetzt von der Stadtverwaltung die Änderungen vorstellen ließen. Auch Einwohner nutzen die Gelegenheit, sich in der Gaststätte „Zur Windmühle“ in Eichenborn aus erster Hand informieren zu lassen.
 Die Stadtverwaltung hatte vom Stadtrat den Auftrag bekommen, das Thema beraten zulassen. Es gehe dabei, so Hans-Joachim Böhnke von der Bauverwaltung, Gebührengerechtigkeit zwischen der Kernstadt, den Ortsteilen und den Bergdörfern herzustellen. Die hohen Kosten für den Winterdienst hatten den Anlass geliefert. Da in den Bergdörfern bislang keine Straßenreinigungsgebühr erhoben wird, zahlen die Einwohner auch nicht für den Winterdienst. Doch der war bekanntlich in diesem Jahr besonders teuer. „Das Geld ist nicht im Überfluss da“, erinnerte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. „Ein kostenloser Winterdienst ist – vor allem bei solchen harten Wintern wie dem Letzten – nicht mehr möglich“, betonte sie. Auf dem Tisch liegt nun der Vorschlag, 1,08 Euro pro Frontmeter Grundstück und Jahr zu veranschlagen und dafür eine monatliche Straßenreinigung zu leisten. 20 000 Euro Mehreinnahmen soll das in die städtische Kasse spülen.
 Doch die Gebühren wollen viele der Anlieger auf der Hochebene nicht. Und sie bemühten sich, dafür Argumente zu liefern. So zum Beispiel Rüdiger Mathe aus Großenberg: „Bei dem vielen landwirtschaftlichen Verkehr hier oben ist eine Straßenreinigung alle vier Wochen doch völlig sinnlos“, gab er zu bedenke und erntete damit die Zustimmung der etwa 30 anwesenden Zuhörer. Viele von ihnen wiesen darauf hin, dass sie ohnehin die Straße vor ihrem eigenen Haus regelmäßig selber reinigen.

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