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Stadtforst holt sich einen Korb

Ortsrat Löwensen stemmt sich gegen Straßensperrung

LÖWENSEN. Das Vorhaben der Pyrmonter Forstverwaltung, einen Teil der Oesbergstraße und des Jägerwegs unter dem Königsberg für Fahrzeuge zu sperren, ist im Ortsrat Löwensen auf entschiedenen Widerstand gestoßen. Dieser Straßenabschnitt wird seit jeher als Durchgangsstraße von Bad Pyrmont nach Friedensthal genutzt.

veröffentlicht am 27.11.2017 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 27.11.2017 um 20:40 Uhr

Der Jägerweg ist schmal und müsste nach Auffassung der Forstverwaltung verbreitert werden. Ein Ausbau der 500 Meter langen Strecke kostet 150000 Euro, so Forstamtsleiter Uwe Schenkemeyer. Foto: yt

Autor:

Rudi Rudolph und Hans-Ulrich Kilian
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Wie berichtet, wollte die Forstverwaltung die Straße im Zuge von Flächenbereinigungen an die Stadt übertragen. Doch die lehnte dankend ab, weil sie die Kosten für den ihrer Ansicht nach zu teuren Ausbau zu einer öffentlichen Straße nicht übernehmen will. Die Forstverwaltung natürlich auch nicht.

Stadtforstamtsleiter Uwe Schenkemeyer wies auf die Verkehrssicherungspflicht hin, für die die Stadtforst die Verantwortung habe. Vor drei Jahren habe sich auf der Strecke ein Fußgängerunfall ereignet und die Stadt sei daraufhin verklagt worden. Die Möglichkeit, mit einer Verbreiterung des Jägerweges und der Einrichtung eines Wendehammers die Situation zu entschärfen und die Straße durch den Wald am Königsberg damit sicherer zu machen, scheitere an den hohen Kosten, die in keiner Relation zu der Verkehrsdichte von stündlich etwa sechs Autos stehe, betonte Schenkemeyer. Da sich aber Unfälle ereignen könnten, bleibe aus seiner Sichtung nur eine Sperrung der Straße zwischen der Einmündung der Maulbeerallee in die Oesbergstraße sowie dem Übergang des Jägerweges in die Straße „Am Luisenstein“. Eine Nutzung als Forstwirtschaftsweg, wie sie in der Bestimmung ohnehin vorgesehen sei, sei völlig ausreichend.

Doch sowohl Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) als auch Udo Nacke (CDU) wandten sich dagegen. Seit den 60er Jahren sei die Nutzung nicht angezweifelt worden. „Und auch nach einer Sperrung werden Fußgänger unterwegs sein“, stellte Nacke fest und fragte, was mit der Zufahrt zur Gaststätte „Sennhütte“ sei. „Die ist wegen ihrer Absturzgefahr für Personenwagen doch erheblich gefährlicher.“ Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel hatte schon zu einem früheren Zeitpunkt eine Sperrung als sehr problematisch für die Anwohner der Straße „Am Luisenstein“ in Löwensen bezeichnet. Der Jägerweg hinüber nach Löwensen-Friedensthal unter dem Königsberg wird seit jeher als Durchgangsstraße genutzt. Der Ortsrat sprach sich strikt dagegen aus, die Strecke zu sperren. Sie müsse für den öffentlichen Verkehr erhalten bleiben und mit einer Sperrung werde das Problem nur auf dem Rücken der Bürger ausgetragen, so die allgemeine Meinung. Schenkemeyer wurde beauftragt, das Gremium über die zukünftige Entwicklung auf dem Laufenden zu halten.

Während der Ortsrat zu dem Vorhaben der Forstverwaltung lediglich angehört wurde, soll der Forstausschuss heute (18 Uhr im Rathaus) über den Antrag entscheiden. Ihm liegt ein entsprechender Beschlussvorschlag vor. Es bleibt abzuwarten, ob die Vertreter der Fraktionen die Auffassung ihrer Parteikollegen im Ortsrat teilen oder nicht.

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