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Neues Konzept fürs Gymnasium

Optimale Startbedingungen für den Einstieg in die Oberstufe

BABAD PYRMONT. Mit einem neuen Konzept wirbt das Pyrmonter Humboldt-Gymnasium um neue Schüler und Schülerinnen. Es soll ihnen optimale Startbedingungen für den Einstieg in die Oberstufe bieten. Besonders im Fokus hat die Schule Realschüler aus der gesamten Region.

veröffentlicht am 03.12.2017 um 15:16 Uhr
aktualisiert am 03.12.2017 um 16:11 Uhr

Auch der Umgang mit einem grafikfähigen Taschenrechner wird im Unterricht am Humboldt-Gymnasium erwartet. Foto: T. Reker
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Wir haben die Freiräume für den künftigen 11. Jahrgang erkundet, sie genommen und für uns gestaltet.“ Ein Jahr hat gedauert, was Dr. Barbara Conring, Leiterin des Pyrmonter Humboldt-Gymnasium, in einem Satz zusammenfasst und was schließlich von der Gesamtkonferenz beschlossen worden ist: Ein neues, verbindliches und vor allen Dingen „besonderes Konzept“, wie sie betont, soll Schülern optimale Startbedingungen für den Einstieg in die Oberstufe bieten. Natürlich ist damit die Hoffnung verbunden, neue Schüler aus dem Umland zu gewinnen, denn das Gymnasium steht im Wettbewerb mit anderen Schulen. Im Fokus sind besonders Realschüler.

Im 11. Jahrgang, der Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe, haben die Jugendlichen nicht mehr 34, sondern nur noch 30 Pflichtstunden. Hauptfächer wie Mathematik und Deutsch werden dreistündig unterrichtet, andere Fächer wie Kunst, Musik und Erdkunde nur noch einstündig. Dagegen gibt es drei Stunden in der Woche Politikunterricht, so sollen die Schüler besser auf Beruf und Studium vorbereitet werden. So sieht es die Oberstufenverordnung vor, die im vergangenen Jahr für Niedersachsen beschlossen worden ist. „Der 11. Jahrgang soll kein Überbrückungsjahrgang mehr sein, sondern den Schülern helfen, ihren Horizont zu erweitern“, erklärt Janine Niemöller, Koordinatorin für den Sekundarbereich II. Der Rückblick ihrer Schulleiterin fällt nüchtern aus: „Der 11. Jahrgang war bisher mehr ein Wartejahr.“

Damit soll Schluss sein, die neue 11. soll den Schülern viel mehr Möglichkeiten bieten. Ein Jahr lang hat die Schule daran gearbeitet, damit das Humboldt-Gymnasium ab dem Schuljahr 2018/19 seinen besondern Weg gehen kann. Der soll besonders Realschülern geebnet werden, die den erweiterten Sekundarabschluss I erworben haben und nun nach der Umstellung auf G9 (Abitur nach neun statt nach acht Jahren) ohne Zeitverlust ihr Abitur an einem Gymnasium ablegen können. Bevor es ernst wird, können diese Neueinsteiger erst einmal in einem zweitägigen Schnupperpraktikum, bei dem sie von Schülern des 10. Jahrgangs betreut werden, den Unterricht ausprobieren. Zu den Knackpunkten des Übergangs zählt die Schulleiterin Latein als zweite Fremdsprache und den Umgang mit einem grafikfähigen Taschenrechner, den viele Realschüler nicht gewohnt seien.

„Der 11. Jahrgang war bisher mehr ein Wartejahr. Dr. Barbara Conring Schulleiterin
  • „Der 11. Jahrgang war bisher mehr ein Wartejahr. Dr. Barbara Conring Schulleiterin
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Mit vier Highlights wirbt die Schule in ihrem Flyer „Abitur für Einsteiger“, um Eltern und Schüler vom Jahrgang 11 des Humboldt-Gymnasiums zu überzeugen. Dazu gehört eine Zukunftswoche am Ende des Schuljahres, die laut Niemöller sehr praxisorientiert ist. Mit ihr will die Schule neue Akzente setzen, Schüler „fit für die Kursstufe“ machen und eine praktische Berufsorientierung bieten.

Als „Höhepunkt des Jahres“ gibt es eine musisch-kreative Woche, die im Schulkonzept verankert worden ist. Die Arbeitsgemeinschaften aus dem künstlerischen Bereich – Chöre, Bands, Bühnenbildner – unternehmen gemeinsam eine fünftägige Fahrt. Klar Formulierter Anspruch: „Gemeinsam kreativ tätig sein, miteinander und voneinander lernen, jahrgangsübergreifend, interdisziplinär und intensiv.“ Die Teilnahme ist freiwillig. Barbara Conring sind Kunst, Musik und darstellendes Spiel besonders wichtig. „Der musisch-kreative Unterricht wurde per Erlass um zwei Wochenstunden gekürzt. Das hat uns hart getroffen“, sagt sie.

Wenn der neue 11. Jahrgang im nächsten Jahr startet, dann wird das in dem Neubau sein, auf den sich nicht nur die beiden Pädagogen freuen. „Die Wege jetzt sind doch sehr weit. Im Neubau sind wir wieder das eine Zentrum und das ist gut für die Schulidentität“, beantwortet Conring die Frage, auf was sie sich am meisten freue.

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