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Europas nördlichste Palmen-Freianlage bekommt neue Wege und Plätze – und eine neue Struktur

Operation am offenen Herzen

Strukturierter soll er künftig aussehen – und etwas leichter zu pflegen sein: der Palmengarten im Kurpark von Bad Pyrmont. Die Baustelle in der Westhälfte des Themengartens ist gerade eingerichtet, und die ersten Gräben für neue Strom- und Wasserleitungen sind ausgehoben. Im April soll alles fertig sein. (jl)

veröffentlicht am 09.02.2016 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Bad Pyrmont. Der Palmengarten gilt als Herzstück des Pyrmonter Kurparks. Nicht von ungefähr bewirbt die Tourismusgesellschaft mit dem Slogan „Aktivoase unter Palmen“ für Bad Pyrmont. Was sich derzeit im Palmengarten tut, ist somit schon eine Art Operation am offenen Herzen: Der westliche Teil des 5000-Quadratmeter-Areals wird umgestaltet.

Ziel des Eingriffs in Europas nördlichste Palmen-Freianlage ist laut Staatsbad eine „Steigerung der Attraktivität und Qualität“ durch eine Hervorhebung der Palmenallee und die Erneuerung der Wege und Platzflächen. Zudem werden die Beete künftig nicht mehr von Pflanzen wie etwa den pflegeintensiven kleinen Buchsbaumhecken oder blühenden Traubenhyazinthen begrenzt. Sie erhalten stattdessen „funktionelle Beeteinfassungen zur Arbeitserleichterung“, wie Gärtnermeister Michael Mäkler in einer Pressemitteilung erklärt. Ziel sei, neben einer Qualitätsteigerung, eine größere Nachhaltigkeit in Bezug auf Gestaltung und Unterhaltung.

Weil für neue Strom- und Wasserleitungen Teile der Wege ausgeschachtet sind, agieren die Arbeiter hinterm Bauzaun – zu groß wäre sonst die Gefahr, dass unaufmerksame Flaneure in die tiefen Furchen fallen.

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  • Derzeit werden Schächte für neue Strom- und Wasserleitungen ausgebaggert. jl
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Die künftige Optik des 1913 angelegten Gartens ist vor Ort freilich noch nicht auszumachen; die Arbeiten haben gerade erst begonnen. Und die exotischen Gehölze und Pflanzen, die den Reiz des Themengartens ausmachen, stehen bis Ende April im Winterlager. Einzig die ersten Stiefmütterchen-Blüten in den Beeten setzen hier und da ein paar Farbtupfer – abgesehen von den gelben Kunststoffschläuchen, die die Sandsteinsäulen der Pergolen vor Beschädigungen durch die Minibagger schützen sollen.

Nicht auszuschließen übrigens, dass die Anzahl der Palmen im Park reduziert wird. Denn laut Planskizze setzen die vom Staatsbad beauftragen Landschaftsarchitekten des Herforder Büros Kortemeier und Brockmann statt auf üppig-wildes Wuchern auf eine „klarere achsiale Ausrichtung“ auf die 2013 entstandenen Rosenpavillons, laut Auftraggeber „in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege“. In der „Zielplanungs“-Zeichnung sind, in Reih und Glied, Standorte für rund 100 Palmen für die Westhälfte des Themengartens markiert. Im Jubiläumsjahr zählte der damalige Museumsleiter Dr. Dieter Alfter noch „330 große Palmen“ im Garten.

Eine Reduzierung der Gehölze würde dem Trend etwa in Museen entsprechen. Auch dort setzt man seit Jahren verstärkt auf Klasse statt Masse, um die einzelnen Exponate besser zur Geltung zu bringen.

So soll der westliche Teil des Palmengartens künftig aussehen. Geplant ist eine „strukturelle Anordnung der Palmen“.

Staatsbad



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