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Naturschutzbund lädt zum Vortrag in der Wandelhalle

Ohne Insekten ist alles nichts

BAD PYRMONT. So vielfältig wie die Welt der Insekten ist, so wenig kann der Mensch auf sie verzichten. Das Funktionieren fast aller Ökosysteme hängt von ihnen ab, sagt Oliver Nacke, der sich seit früher Jugend im Naturschutzbund (Nabu) im Raum Hameln-Pyrmont engagiert. Er wird am Donnerstag, 15. März, ab 18.30 Uhr in der Wandelhalle in Bad Pyrmont zu diesem Thema referieren.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 16:28 Uhr

Die Insekten spielen eine Schlüsselrolle in der Natur – für viele Pflanzen, andere Tiere und den Menschen. Foto: pr/Kathy Büscher

Als Nahrungsquelle bilden Insekten eine Grundlage für das Leben einer Vielzahl weiterer Tierklassen wie Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Reptilien. So füttern die meisten Brutvögel ihre Jungen mit Insekten. Durch das Sammeln von Nektar und Pollen sorgen diese für die Bestäubung und den Fortbestand von weltweit etwa 90 Prozent aller Pflanzenarten und stellen damit einen Großteil der menschlichen und tierischen Ernährung sicher. Auch für die Remineralisierung organischer Stoffe wie Pflanzenresten und Tierleichen spielen sie eine wichtige Rolle als Verwerter. Insekten sind wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft, da durch sie die Ausbreitung schädlicher Insekten eingedämmt werden. „Die Larven der Florfliegen beispielsweise können pro Entwicklungsphase bis zu 500 Blattläuse oder Milben verzehren“, schildert Nacke.

Durch das tägliche Konsumverhalten hat jedermann einen direkten Einfluss auf die Situation der Insekten, meint Nacke. Die Nahrungsgewohnheiten etwa bestimmen, in welche Richtung sich die landwirtschaftliche Produktionsweisen entwickeln. „Wer sich immer nur möglichst billig und fleischlastig ernähren will, nimmt in Kauf, dass sich die Landwirtschaft weiter auf Hochleistungsniveau intensiviert und großflächig eintönige Kulturen wie Mais oder Weizen angebaut werden.“ Der Schutz der biologischen Vielfalt und damit auch der Insekten habe seinen Preis, „der es wert sein sollte, erbracht zu werden“. Regional, saisonal und „bio“ einzukaufen, heiße die Devise.

Wer einen eigenen Garten hat, könnte auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Der Garten sollte möglichst vielfältig bepflanzt sein. „Auf öffentlichen Grünflächen sollte nicht nur die Verwendung gebietsheimischer Pflanzenarten der Regelfall sein und der Pestizideinsatz komplett untersagt werden, sondern auch ein insektenfreundliches Pflegeregime realisiert werden“, fordert der Umweltschützer.

Im Anschluss an den Vortrag wird eine Diskussion angeboten, in der es auch um praktische Tipps gehen wird. Der gastgebende Nabu Bad Pyrmont wird an diesem Abend Wildblumensamen-Mischungen verkaufen – vielerorts schon unter dem Schlagwort „Bunte Meter“ ein Begriff.



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