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CDU versuchte mit Hilfe von Klaus-Henning Demuth Orientierung zu geben / Körtner rügt vergammelte Grundstücke

„Ohne Hilfe sind Sie im Förderdschungel verloren“

Bad Pyrmont (khr). Deutschland steckt im Förderdschungel: Für vieles gibt es Geld, doch wo? Die Pyrmonter CDU war jetzt angetreten, um mit einer Podiums- und Diskussionsveranstaltung Orientierung bei der Förderung von Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen und bei der Renovierung von Immobilien zu geben.

veröffentlicht am 10.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

K.-H. Demuth
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Als Experten hatte sie Pyrmonts früheren Bürgermeister Klaus-Henning Demuth gewonnen, heute Referatsleiter im niedersächsischen Innenministerium. „Ohne fremde Hilfe sind Unternehmen und Immobilienbesitzer im Förderdschungel verloren“, so Demuth. In einem Parforceritt gab er einen Überblick. So stehen im Zeitraum 2007 bis 2013 europäische Fördermittel für die regionale Entwicklung in Höhe von 638 Millionen Euro bereit. Gefördert wird aber nicht nur von der Europäischen Union, sondern auch von Bund, Land, Landkreis bis hin zu einem Zinszuschuss der Stadt Bad Pyrmont im Rahmen der Modernisierungsrichtlinie. Selbst die Stadtwerke halten einen Fördertopf von 50000 Euro im Jahr bereit, um Energiesparmaßnahmen an Gebäuden zu fördern, so Geschäftsführer Dieter Boldt.

Weil die Angelegenheit so unübersichtlich sei, empfahl Demuth Andreas Manz, den Referatsleiter Wirtschaftsförderung und regionale Entwicklung beim Landkreis Hameln-Pyrmont, zu konsultieren, der als einer der besten Kenner regionaler Fördermittel gilt.

Aber auch Banken und Sparkassen, über die in der Regel die Förderanträge für Investitionszuschüsse und Zinssubventionen laufen, seien kompetente Ansprechpartner, wie Thomas Wessels von der Stadtsparkasse Bad Pyrmont betonte.

Die im Podium vertretene Landtagsabgeordnete Ursula Körtner forderte, „die Stadt senioren- und familienfreundlicher zu machen“ und sah in dieser Beziehung Handlungsdefizite. Sie appellierte aber auch an die Verantwortung der Immobilieneigentümer. „Ungepflegte, vergammelte und langfristig mit Bauzäunen verstellte Grundstücke schadeten der Gesundheits- und Wellnessregion ebenso wie Leerstände in zentraler Lage“, meinte sie.

Kämmerer Eberhard Weber hofft auf eine baldige Umsetzung des von der Stadtsparkasse angeschobenen Wohnparks Alt Bathildis, der als beispielhaft auch für andere Objekte sein könne. Leider sei die Ansiedlung eines Einzelhandelsunternehmens im Waisenhofgelände bisher nicht gelungen. Ein Antrag auf Fördermittel zur Altlastensanierung des Waisenhofes laufe aber noch.

Melanie Kammerer, Sachverständige für energetische Gebäudesanierung, machte in ihrem Beitrag nicht nur die enormen Energiesparpotenziale an Gebäuden deutlich, sondern verwies auch auf die entsprechenden Förderungen solcher Maßnahmen. Gefördert wird nicht nur die Sanierung selbst, sondern auch die Beratung und Analyse zur Vorbereitung geeigneter Maßnahmen.



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